Displaced Persons (DP)
Bei Kriegsende befanden sich in Westdeutschland, Berlin und Österreich 8-9 Millionen Displaced Persons (verschleppte Personen). Diese waren in ungefähr 2.500 DP-Lagern untergebracht. Die verschiedenen Hilfs- und Wiederaufbauinstitutionen ermöglichten 6 bis 7 Millionen Personen die Rückführung in ihre Heimatländer und ca. 1,5 Millionen Personen die Auswanderung in verschiedene Länder, wie zum Beispiel Israel, Kanada, USA, und andere.
Die Registrierungen der UNRRA und IRO setzen sich aus verschiedenen Listen, Krankenpapieren und Büchern sowie Akten und Fragebögen zusammen. Zum Teil handelt es sich hierbei um Angaben, die die damaligen DP seinerzeit selbst gemacht haben.
Ziel dieser Registrierungen war es, sie bei der Suche nach Vermissten einzusetzen. Später bekamen diese Registrierungen jedoch eine völlig neue Bedeutung, und zwar bezogen auf den Stichtag 1.1.1947. Dieser Nachweis war aufgrund des Bundesentschädigungsgesetzes von jüdischen Antragstellern zur Geltendmachung ihrer Ansprüche erforderlich. Aus einer solchen Bestätigung konnten die Wiedergutmachungsbehörden ihre Zuständigkeit ersehen, da dasjenige Bundesentschädigungsgesetz das Bundesland zur Zahlung der Entschädigung vorsah, in welchem sich der Antragsteller an diesem Stichtag aufgehalten hat.
Inventarlisten
Die Papier- und Microfilmarchive werden seit einigen Jahren Schritt für Schritt digitalisiert. Die Teile der Bestände die bereits digitalisiert sind, werden elektronische Archiveinheiten genannt.
Die digitalisierten Teile des ITS-Archivs sind in sechs verschiedene Teilbestände gegliedert.