Inhaftierung
Dem ITS stehen Unterlagen zur Verfügung über NS-Verfolgte, die in Lagern oder anderen Haftstätten gefangen gehalten wurden sowie Deportationsunterlagen und Gestapo-Karteien verschiedener Bereiche.
Es handelt sich sowohl um individuelle Einzelunterlagen als auch um Listenmaterial. Auch einige bei der Befreiung der Konzentrationslager Neuengamme und Dachau aufgefundene Effekten bewahrt der ITS auf. Sie werden an die Betroffenen beziehungsweise Hinterbliebenen zurückgegeben, sofern eine Adresse vorliegt.
Der gesamte Dokumentenbestand ist trotz seines Umfanges sehr unvollständig, da ein großer Teil der Unterlagen durch Kriegseinwirkungen oder absichtlich durch die SS vernichtet wurde oder nur zum Teil zum ITS gelangte.
Über die 22 Konzentrationslager der Kriegszeit mit über 1.000 Außenkommandos sind lediglich die Dokumente der Konzentrationslager Buchenwald und Dachau namentlich nahezu vollständig vorhanden. Andere Lager sind gut oder nur teilweise, spärlich oder überhaupt nicht mit namentlichen Dokumenten belegt.
Inventarlisten
Die Papier- und Microfilmarchive werden seit einigen Jahren Schritt für Schritt digitalisiert. Die Teile der Bestände, die bereits digitalisiert sind, werden elektronische Archiveinheiten genannt. Die digitalisierten Dokumente aus dem ITS-Archiv sind in verschiedene Teilbestände gegliedert.