Kindersucharchiv
Das „Kindersucharchiv“ verwahrt Unterlagen über „Kinder“, die bei Kriegsende unter 18 Jahre alt waren. Insbesondere sind dies Geburtsurkunden, Kinderakten und verschiedenes Listenmaterial.
Auch über 60 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges gehen Suchanträge beim ITS ein. Unter Berücksichtigung des Datenschutzes sowie der persönlichen Belange der Antragsteller beziehungsweise der Gesuchten werden Familien zusammengeführt, Kontakte zwischen ehemaligen Arbeitgebern und damaligen Zwangsarbeitern hergestellt sowie Schicksale geklärt. Es entstehen manchmal Kontakte zwischen Menschen, die bisher von der Existenz der/des Anderen keine Kenntnis hatten.
Durch die innerdeutsche Grenzöffnung im Jahre 1989 gab es in der Suchfallbearbeitung einen erheblichen Anstieg. Viele Antragsteller stellten erst danach einen Antrag mit der Bitte um Auskunftserteilung aus den ITS-Archiven.
Andere Gründe, warum derartige Anfragen immer noch beziehungsweise erst jetzt eingehen, liegen darin, dass eine große Anzahl der Antragsteller bis zum Ableben der „Eltern“ gar nicht wusste, dass diese „nur“ die Adoptiveltern waren, oder weil man als „Enkelgeneration“ die Wunden von damals nicht aufreißen wollte.
Die Angaben der Antragsteller, die Hinweise aus den Originaldokumenten sowie die Zusammenarbeit mit vielen Drittstellen, vor allem Rot-Kreuz-Gesellschaften, sind die Grundlage der oft mühseligen und langwierigen Sucharbeit des ITS.
Inventarlisten
Die Papier- und Microfilmarchive werden seit einigen Jahren Schritt für Schritt digitalisiert. Die Teile der Bestände, die bereits digitalisiert sind, werden elektronische Archiveinheiten genannt. Die digitalisierten Dokumente aus dem ITS-Archiv sind in verschiedene Teilbestände gegliedert.