Phonetische Einordnung

Eine große Herausforderung bei der Suche nach Informationen sind die verschiedenen Schreibweisen von Namen, Institutionen und Orten. Nur bei genauer Kenntnis der vielen Varianten können Schicksale rekonstruiert werden.

Nicht selten existieren zu Verfolgten über 20 Unterlagen und diese dann oft in verschiedenen Schreibweisen des Namens.

Wie kommt es zu verschiedenen Schreibweisen?

Der Grund für verschiedene Schreibweisen von Namen ein und derselben Person liegt in der Chronologie der Ereignisse begründet. Verfolgte wurden oft zuerst von deutschsprachigen Personen erfasst. In den Schreibstuben von Konzentrationslagern waren dann jedoch Häftlinge verschiedenster Nationalitäten eingesetzt. Da die Erfassung nach dem phonetischen Verständnis der Erfassenden erfolgte, traten erste Abweichungen in der Schreibweise auf.

Einige Personen gaben aber auch zum Zwecke der Tarnung verschiedene Namen an. Nicht zuletzt änderten sich Namen durch Heirat u. Ä. und durch Anpassung nach der Auswanderung.

Erschwerend kommt hinzu, dass oft auch in den Anfragen Orte und Einrichtungen nicht nach der offiziellen Schreibung angegeben werden, sondern so wie sie den betreffenden Personen phonetisch in Erinnerung geblieben sind.

Unterstützung durch Digitalisierung

Viele – aber nicht alle - dieser alphabetisch-phonetisch Probleme lassen sich mit Hilfe von Computerprogrammen lösen. Ein erfolgreicher Suchdienst wird somit immer eine Kombination von persönlichen Kenntnissen der Mitarbeiter des ITS und der technischen Unterstützung bleiben.

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Die Papier- und Microfilmarchive werden seit einigen Jahren Schritt für Schritt digitalisiert. Die Teile der Bestände, die bereits digitalisiert sind, werden elektronische Archiveinheiten genannt. Die digitalisierten Dokumente aus dem ITS-Archiv sind in verschiedene Teilbestände gegliedert.

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