Suchfunktion

Die Suchmaschine ermöglicht es den Nutzern, die gesamte Auflistung der Sammlungen zu durchsuchen. Recherchen lassen sich zum Beispiel anhand der Namen von Orten bzw. Regionen (z.B. Auschwitz, Wien, Palästina), der Namen von Firmen und Organisationen (z.B. Krupp, SS), einer bestimmten Nazi-Terminologie (z.B. Umsiedlung, Lebensborn), allgemeiner Begriffe (z.B. Gefängnis, Krankenhaus) sowie sonstiger im Inventartext erscheinender Schlüsselbegriffe durchführen. Das Inventar ist über die Nutzung deutscher oder englischer Sprachstichworte recherchefähig.

Bei der Eingabe des Lagernamens „Dachau“ (ohne die Anführungszeichen) im Rahmen des einfachen Suchinstrumentariums wird die Suchmaschine alle Sammlungen „herausfischen“, bei denen in irgendeinem der Informationsfelder das Wort Dachau auftaucht. Die Suchresultate lassen sich dadurch eingrenzen, dass man, ohne „Dachau“ zu entfernen, zusätzliche Stichworte in die Suchrubrik eingibt. D.h. bei der Eingabe von „Dachau“ und „Häftling“ in die Suchrubrik wird eine Liste aller Sammlungen, bei denen in irgendeinem der ausgefüllten Felder sowohl das Wort Dachau als auch das Wort Häftling vorkommen, angezeigt. Es bedarf nicht der Verwendung der Zeichen „und“ oder „+“, um dieses Resultat zu erzielen. Die Suchmaschine erfasst automatisch, dass Sie nach Sammlungen suchen, die alle in die jeweilige Suchrubrik eingegebenen Stichwörter enthalten.

Auch eine Suche nach exakten Wortverbindungen ist möglich durch das Setzen der entsprechenden Wortverbindung in Anführungszeichen. Bei der Eingabe der beiden Stichwörter „Jüdisch“ und „Häftlinge“ in die Suchrubrik werden alle Sammlungen erscheinen, bei denen diese beiden Stichwörter in den Informationsfeldern zu einer jeden Sammlung vorkommen. Die Wortverbindung „Jüdische Häftlinge“ in Anführungszeichen lässt dagegen nur die Sammlungen erscheinen, in denen exakt die Wortverbindung „Jüdische Häftlinge“ vorkommt.

Die Suchmaschine wird eine Liste der Sammlungen, die den Suchkriterien entsprechen, herausgeben. Die Liste wird aus einer deutschsprachigen Beschreibung der Sammlung bestehen, gefolgt von einer englischsprachigen Übersetzung der deutschen Beschreibung. Die Resultate einer jeden Suche werden in der chronologischen Reihenfolge, in der die Sammlungen beim ITS registriert wurden, aufgelistet. Gelegentlich wird dies bedeuten, dass eine Sammlung, die zu einem früheren Zeitpunkt einsortiert, jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt erfasst wurde, später auf der Liste erscheinen wird als manch andere Sammlungen, die bei ihrem Eintreffen unverzüglich erfasst wurden. Im allgemeinen sind solche Fälle jedoch eher die Ausnahme.

Der Nutzer kann sich alle Felder der über eine Sammlung jeweils verfügbaren Informationen ansehen, indem er auf die Rubrik „Treffer aufrufen“ links unterhalb eines jeden Eintrags in der Suchresultatliste klickt. Zugang zu Informationen über weitere Sammlungen in der Suchresultatliste gewährt ein Klick auf die Rubrik „Zurück zur Suche“ und die Auswahl einer anderen Sammlung. Durch das Anklicken von „zurück“ oder „vor“ ist es möglich, direkt zur unmittelbar folgenden oder vorhergehenden Sammlung auf der Liste zu gehen.

Um interessierten Forschern dabei behilflich zu sein, den Dokumentationsfluss ins ITS-Archiv zu verfolgen, enthält das Inventar ein Feld mit dem Label „Dokumentenkategorie“. Es verweist auf die Zeitspanne an Jahren, während derer die betreffende Sammlung beim ITS erfasst wurde. Bei Anwahl eines der Labels zur „Dokumentenkategorie“ in der Suchrubrik, wird eine Liste aller während der entsprechenden Periode von Jahren erfassten Sammlungen erscheinen. Diese Labels zur „Dokumentenkategorie“ lassen sich auch zur Eingrenzung einer Suche verwenden. Bei der Eingabe von „Dachau“ und einer bestimmten „Dokumentenkategorie“ wird eine Liste aller „Dachau“-Resultate aus der entsprechenden Registrierzeit erscheinen. Es gibt sieben Auswahlpunkte für die „Dokumentenkategorie“:

  1. vor 1955
  2. zwischen Mai 1955 und September 1974
  3. zwischen September 1974 und April 1987
  4. zwischen Mai 1987 und Oktober 1994
  5. zwischen 1995 und 1999
  6. nach Juni 2000
  7. Sachdokumente

Das letzte Feld zur „Dokumentenkategorie“, die so genannten „Sachdokumente“, umfasst einen kleinen, aber interessanten Bestandteil der ITS-Sammlung (etwa zwei Prozent des gesamten Archivmaterials). Es handelt sich hierbei um nicht personenbezogene Dokumente mit Originaldokumenten, Kopien bis hin zu Übersetzungen publizierter Werke ins Deutsche zwecks Nutzung durch die ITS-Mitarbeiter. Die spezifischen, an die Felder zur „Dokumentenkategorie“ geknüpften Registrierzeiten haben keinerlei historische Bedeutung. Sie stellen einfach die Segmente dar, in welche die originale chronologische Auflistung der über 21.000 erfassten Sammlungen zu Rückverfolgungszwecken unterteilt wurde.

Es ist ebenfalls möglich, das Inventar anhand der Herkunft der Sammlungen zu recherchieren, d.h. anhand des Namens der Institution oder Organisation, welche dem ITS die Dokumente übergab oder aus deren Bestand Dokumente kopiert wurden. Quellennamen sind im Online-Inventar in der Form belassen worden, in der sie in der originalen Auflistung der ITS-Sammlungen erscheinen. Die meisten liegen in deutscher Sprache, einige (z.B. “US Army”) in der Sprache der Quelleninstitution vor.

Eine überaus nützliche Funktion der Suchmaschine ist die Fähigkeit, lediglich anhand des ersten Teils eines Suchbegriffs oder Schlüsselworts zu suchen. Dies wird dadurch erreicht, dass soviel von dem Wort bzw. Begriff wie gewünscht eingegeben wird (z.B. die Wurzel, die vielen Gestaltungsmöglichkeiten des Worts gemeinsam ist), gefolgt von einem Asterisk (*). Dies ist von besonderem Nutzen, wenn die exakte Form eines Worts oder eines Begriffs von Sammlung zu Sammlung leicht variieren kann oder aber abhängig davon ist, ob der Begriff als Nomen, Adjektiv, Verb usw. verwendet wird.

Bei der Suche nach dem englischen Begriff “execut*“ werden beispielsweise Resultate erscheinen für execute, executes, executed, execution, executions, executive, d.h. für alle Wörter im Index, die mit “execut” anfangen. Dieselbe Funktion kommt zum Tragen bei Recherchen in deutscher Sprache. Eine Suche nach dem Begriff „Arbeit*“ wird Ergebnisse zeitigen wie Arbeit, Arbeiter, Arbeitslager, arbeitet, usw. Die Funktion ist auch bei Zahlen erfolgreich anwendbar (z.B. werden bei der Eingabe 195* alle Jahre und Zahlen, die mit 195 beginnen, durchsucht).