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Warsaw Ghetto Uprising

Vor 70 Jahren, am 19. April 1943, begann der Warschauer Ghettoaufstand. Bis zur Niederschlagung des Aufstandes am 16. Mai 1943 kämpften die Juden verzweifelt und mutig, sie versuchten die Welt zum Hinsehen zu bewegen. Mitte Mai bedeckten meterhohe Trümmer das Viertel im Norden Warschaus. Die große Synagoge, nach Ende des Aufstandes von den Deutschen als finales Zeichen ihres Sieges gesprengt, war ein Schutthaufen, verbogene Leuchter und Ritualobjekte ragten hier und da aus den zerborstenen Mauern.

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Boykott

„Deutsche, wehrt euch, kauft nicht bei Juden!“ Mit derartigen Aufforderungen an die so genannte „Volksgemeinschaft“ begann am 1. April 1933 der landesweit organisierte Boykott jüdischer Geschäfte, Anwaltskanzleien und Arztpraxen.

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Reichstagsbrand

Am 27. Februar 1933 stand der Reichstag in Flammen. Danach wurden Notverordnungen erlassen, die der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) freie Hand gaben, demokratische Rechte abzuschaffen. Der Brand diente der NSDAP auch dazu, nun in rascher Folge die nach dem Brand Verhafteten abzuurteilen, Druck auf politische Gegner zu erhöhen und somit ihre eigene Macht zu festigen. Zugleich gingen viele Intellektuelle nun ins Exil. Nicht die wüsten Theorien zum Brand sind es, die relevant sind, sondern das, was damit in Gang gesetzt wurde.  

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Februar 1943: Eine fast vier Jahre währende Odyssee geht zu Ende

Die Ankunft der Teheran-Kinder in Palästina

Teheran Kinder

Am 18. Februar 1943 gelangten jüdische Waisenkinder nach Palästina. Hinter ihnen lagen Flucht, Verbannung und eine Reise, die sie von Polen bis nach Persien geführt hatte. Sie waren zutiefst traumatisiert, doch verschiedene Angebote der Jugend-Aliyah, die sich ihrer annahm, half den meisten, einen Weg zurück ins Leben zu finden.  

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Youth Aliyah

Am 30. Januar 1933, quasi parallel zur Machtübergabe an die NSDAP, wurde bei einem Rechtsanwalt von der Zionistin Recha Freier offiziell das „Hilfskomitee für jüdische Jugendliche“ eingetragen. Durch den Zusammenschluss verschiedener Organisationen entstand am 30. Mai 1933 schließlich die Jugend-Aliyah, die im September 1933 an die neue gegründete Reichsvertretung der Juden in Deutschland angegliedert wurde. Recha Freier und Henrietta Szold waren die Motoren dieses einmaligen Rettungswerkes. Ohne diese beiden sehr unterschiedlichen, in ihrer Liebe zur Sache jedoch untrennbar verbundenen Frauen waren die ersten Jahre der Jugend-Aliyah nicht denkbar. 

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Der Auschwitz-Erlass Himmlers

16. Dezember 1942

for mulfinger

Der „Auschwitz-Erlass“ Heinrich Himmlers, den er im Herbst 1942 fällte, als die so genannte „Endlösung der Judenfrage“ bereits weit vorangeschritten war, bedeutete auch eine Eskalation in der Verfolgung der Sinti und Roma. Der 16. Dezember wird in Deutschland seit 1994 auf Initiative der Überlebenden und des Zentralrates deutscher Sinti und Roma als nationaler Gedenktag der Sinti und Roma begangen.

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Am 22. Juli 1942 fand die erste Deportation aus dem Warschauer Ghetto statt, in dem zu diesem Zeitpunkt mehr als 350.000 Menschen, zumeist unter katastrophalen Bedingungen zusammengepfercht, leben mussten. Diese erste Deportation war der Auftakt zur schrittweisen Räumung des Warschauer Ghettos und der Ermordung seiner Bewohner. Gleichzeitig war sie Teil der nur wenige Tage zuvor von Himmler angeordneten „Umsiedlung“ aller Juden aus dem Gebiet des Generalgouvernements.

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Im Rahmen der sogenannten „Aktion Reinhardt“ ordnete Heinrich Himmler am 19. Juli 1942 die „Umsiedlung“ aller Juden aus dem Generalgouvernement an. Diese sollte das gesamte Gebiet des damaligen südöstlichen Polens betreffen und bis Ende 1942 abgeschlossen sein. Bis Ende Oktober 1943 werden mehr als zwei Millionen Juden und mehr als 50.000 Sinti und Roma in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka ermordet.

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„Abtransport staatenloser Juden“

Die Rafle du Vélodrome d‘hiver in Paris

Am 11. Juli 1942 wurde in einem Vermerk über eine Besprechung im Generalkommissariat für Judenfragen in Paris, die einen Tag zuvor stattgefunden hatte, festgehalten: „1.) Die Verhaftungsaktion soll am Donnerstag, den 16.7.942, 4 Uhr früh einsetzen. 2.) Die Verhafteten sollen zum Vélodrome d’hiver geschafft werden. Direktor Tulard rechnet mit ca. 24 – 25000 Festnahmen. […] 8.) Am 21., spätestens 22.7. soll der erste Transport abgehen. […] Weitere Transporte sollen in Abständen von 2 Tagen rollen, so daß wöchentlich 3 Transporte insgesamt gestartet werden“ (ITS Dokument 82197867)

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Jüdische Überlebende befanden sich nach der Befreiung in einer besonderen Situation. Während die meisten der als Displaced Persons (DPs) bezeichneten, durch das nationalsozialistische Deutschland Verschleppten, ehemaligen Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge, repatriiert wurden, gab es auch Gruppen wie ukrainische und russische DPs oder eben auch Juden, die aus verschiedenen Gründen nicht zurück in ihre Herkunftsländer wollten oder konnten.

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Vor 70 Jahren - im Juni 1942 - wurde das tschechische Städtchen Lidice von den deutschen Besatzungstruppen ausradiert. Die Räumung und Zerstörung ganzer Ortschaften – etwa von Oradour sur Glane in Frankreich im Juni 1944 oder dem niederländischen Putten im Oktober 1944 – gehörte zur brutalen Vergeltungsstrategie der Deutschen, mit der sie den Widerstand in den besetzten Ländern brechen wollten.

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Zum Zeitpunkt der sogenannten Wannsee-Konferenz war das Morden an den Juden Europas bereits im Gange. Juden aus Deutschland und Österreich wurden seit Spätherbst 1941 unter anderem nach Riga und Minsk deportiert, wo eine erhebliche Anzahl der Menschen umgehend nach ihrer Ankunft erschossen wurden. Die Ausgrenzung und Enteignung der Juden, ihre Vertreibung ins Exil, ihre Deportation, der Einsatz in der Zwangsarbeit und der an ihnen verübte Mord hatten sich verdichtet hin zu einem Ziel: sich der Juden im deutschen Machtbereich zu entledigen.

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Am 15. Oktober 1941 begannen die Deportationen der Juden aus Deutschland, Österreich und dem „Protektorat“. Der erste Zug mit rund 1.000 Personen fuhr am 15. Oktober 1941 aus Wien mit dem Ziel Litzmannstadt ab. Im Jahr 1941 endeten die Züge in Ghettos wie Lodz, Warschau und Riga. Ab 1942 kamen Ziele wie Piaski, Izbica und Minsk hinzu. Ab Sommer 1942 erreichten immer mehr Transporte Theresienstadt und ab Herbst 1943 kam als Zielort verstärkt Auschwitz hinzu.

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Am 29. und 30. September 1941 erschossen Angehörige der Einsatzgruppe C gemeinsam mit Einheiten der Wehrmacht mehr als 30.000 Juden aus Kiew und Umgebung. Posten und Wachen bestanden zum Teil aus ukrainischen Hilfswilligen. Es war die größte Erschießungsaktion des nationalsozialistischen Deutschland im Rahmen des Eroberungs- und Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion und des Holocaust.

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Am 15. Dezember 1946 wurde die Internationale Flüchtlingsorganisation - International Refugee Organisation (IRO) - der Vereinten Nationen (UN) gegründet. Sie sollte als Sonderorganisation der UN in Europa und Asien die Betreuung und Fürsorge für diejenigen übernehmen, die in Folge des II.Weltkrieges heimatlos geworden waren, die so genannten Displaced Persons. Die IRO löste die vorherige Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen ab: die United Nations Relief and Rehabilitation Administration (UNRRA).

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Im Sommer 1945 wurden in den Westzonen des besetzten Deutschland und Österreichs separate Lager für jüdische Displaced Persons (DPs) eingerichtet. Im Gegensatz zur angestrebten alliierten Repatriierungspolitik und der raschen Rückführung der nach der Befreiung rund neun Millionen DPs, kam es zu einem „Festsetzen“ der Juden in den Camps und zu einer zielstrebigen Wanderbewegung Richtung Palästina.

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Am Morgen des 22. Juni 1941 übertrat die Wehrmacht die Grenzen zur UdSSR. Ohne Kriegserklärung begann Deutschland damit den Krieg gegen die Sowjetunion, den es seit nahezu einem Jahr im Geheimen unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ vorbereitet hatte. Ursprünglich als ein schneller Krieg geplant, scheiterte das Ziel, die Sowjetunion bis Ende des Jahres 1941 entscheidend zu schlagen, mit der Niederlage in der Schlacht um Moskau im Dezember 1941.

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Nach dem so genannten „Auschwitzerlass“ Heinrich Himmlers vom 16. Dezember 1942 , auf Grund dessen alle „Zigeunermischlinge, Rom-Zigeuner und Angehörige zigeunerischer Sippen balkanischer Herkunft … in ein Konzentrationslager einzuweisen“ seien, begann die Deportation der Sinti und Roma zunächst aus Deutschland und Österreich in Konzentrations- und Vernichtungslager. Von den durch die Behörden erfassten rund 40.000 deutschen und österreichischen Sinti und Roma wurden mehr als 25.000 ermordet. Insgesamt fielen zwischen 300.000 und maximal 500.000 Sinti und Roma dem Völkermord zum Opfer.

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Eichmann vor Gericht

Prozessbeginn am 11. April 1961 in Jerusalem

„Ich war nichts anderes als ein getreuer, ordentlicher, korrekter, fleißiger - und nur von idealen Regungen für mein Vaterland, dem anzugehören ich die Ehre hatte, beseelter - Angehöriger der SS und des Reichssicherheitshauptamtes. […] Trotz gewissenhafter Selbstprüfung muss ich für mich feststellen, dass ich weder ein Mörder noch ein Massenmörder war. [...]

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Nachdem im Oktober 1939 die „Euthanasie“, der Mord an psychisch und physisch kranken Menschen, beschlossen worden war und Tötungen nach dem Überfall auf Polen auch außerhalb des Reichsgebiets stattfanden, wurden bis August 1941 rund 70.000 Menschen ermordet. Es waren Ärzte, Verwaltungsbeamte und -angestellte, Krankenschwestern und Pfleger, die diese Aktivitäten planten, die Menschen dafür aussuchten und schließlich selbst mordeten.

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Der Niederländische Generalstreik 1941

Ein Protest gegen antijüdische Razzien

Die deutsche Besatzung in den Niederlanden führte seit der Kapitulation des Landes im Mai 1940 schrittweise eine massive antijüdische Gesetzgebung ein. In Amsterdam entstand ein „Judenviertel“, das einem Ghetto gleichkam.

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Die Lage der Displaced Persons

Im August 1945 erscheint der Harrison-Report

Im August 1945 überreichte der amerikanische Jurist Earl G. Harrison (1899-1955) US-Präsident Harry S. Truman einen Bericht über die Lage der Displaced Persons (DPs) in Deutschland und Österreich. Der Harrison-Report war im Auftrag des Intergovernmental Committee on Refugees (ICR) erstellt worden. Harrison kam zu dem Ergebnis, dass die Situation in den DP-Lagern drei Monate nach Kriegsende erschreckend sei. Insbesondere kritisierte er die mangelhafte Versorgung der überlebenden Juden, Verschleppten und ehemaligen Zwangsarbeiter mit Essen, Medikamenten und warmer Kleidung.

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Tausende KZ-Häftlinge starben in der Lübecker Bucht

Bombenangriff der Alliierten am 3. Mai 1945

[03.05.2010]  

Die „Evakuierungsmärsche“ des KZ Neuengamme nach Lübeck waren die größten, die das Lager nahe Hamburg verließen. Mit ihnen gingen das Lagerpersonal, die Akten der Lagerverwaltung und die Effekten der Gefangenen auf Transport. Im Zuge dieser „Evakuierung“ des KZ Neuengamme zwischen dem 21. und 26. April 1945 wurden Menschen, teils per Güterzug, teils zu Fuß, nach Neustadt gebracht und dort auf drei Schiffe verladen, die „Thielbeck“, die „Athen“ und die „Cap Arcona“.

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Die Räumung des KZ Neuengamme

Vor 65 Jahren im April 1945

[02.05.2010]  

Um den Betrieb einer stillgelegten Ziegelei wieder in Betrieb nehmen zu können, errichtete das KZ Sachsenhausen im Hamburger Vorort Neuengamme Ende 1938 ein Außenlager. Nach mehrfacher Vergrößerung der Häftlingszahl und des Geländes wurde das Außenlager Neuengamme im Frühjahr 1940 zu einem Konzentrationslager ernannt. Das KZ Neuengamme war das größte Lager im Nordwesten des „Deutschen Reiches“, sein Lagerkomplex wurde im Laufe des Aprils 1945 geräumt.

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Die Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück

Durch die Rote Armee am 30. April 1945

[30.04.2010]  

In dem bei Fürstenberg gelegenen Ravensbrück ließ die SS 1939 das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Im Frühjahr 1939 kam es zur Einlieferung der ersten weiblichen Häftlinge aus dem KZ Lichtenburg nach Ravensbrück. Im April 1941 wurde, was heute weniger bekannt ist, auch ein Männerlager Ravensbrück eingerichtet. Im Juni 1942 kam das in Laufweite gelegene so genannte „Jugendschutzlager Uckermark“ für junge Frauen und Mädchen hinzu.

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Die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau

Durch die US-Armee am 29. April 1945

[29.04.2010]  

Als eines der ersten Konzentrationslager überhaupt wurde Dachau am 22. März 1933, kurz nach der Machtübernahme der NSDAP, errichtet. Es existierte zwölf Jahre lang und wurde am 29. April 1945 durch die amerikanischen Streitkräfte befreit. Während seines gesamten Bestehens waren in Dachau und seinen Außenlagern über 200.000 Menschen inhaftiert, 40.000 von ihnen wurden ermordet.

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Die Befreiung des „Verlorenen Zuges“ bei Tröbitz

Transporte aus dem KZ Bergen-Belsen am 23. April 1945

[23.04.2010]  

Der letzte von drei Transporten, die zwischen dem 6. und 11. April 1945 aus Bergen-Belsen abfuhren, ging in die Geschichte als „Verlorener Zug“, „Verlorener Transport“ oder „Zug der Verlorenen“ ein. In den drei Zügen befanden sich rund 6.700 Menschen.

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In dem rund 20 Kilometer von Celle und 60 Kilometer von Hannover entfernten Lager Bergen-Belsen kamen mehr als 50.000 KZ-Häftlinge und knapp 20.000 sowjetische Kriegsgefangene ums Leben.

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Ende 1943 wurde das dem KZ Buchenwald unterstehende Außenlager Dora unter dem Namen Mittelbau als das letzte KZ-Stammlager gegründet. Am 11. April 1945 wurde es von den Truppen der US-Army befreit. Schätzungsweise 60.000 Menschen waren im Zeitraum seines Bestehens in Mittelbau inhaftiert.

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Am 15. Juli 1937 wurde auf dem Ettersberg im Norden Weimars das Konzentrationslager Buchenwald als „Arbeitslager“ gegründet, am 11. April 1945 wurde es befreit. Im Laufe seines Bestehens waren schätzungsweise 250.000 Menschen in Buchenwald inhaftiert. An die 56.000 Menschen verloren dort  ihr Leben, an die 11.000 von ihnen waren Juden.

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Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Je mehr die Welt über den Lagerkomplex Auschwitz erfuhr, umso mehr wurde dieses Lager Symbol sowohl für den Holocaust an den Juden Europas als auch allgemein für das absolut menschenverachtende System von Verfolgung, Zwangsarbeit und Massenmord durch das nationalsozialistische Deutschland. Dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz kommt neben dem untrennbar mit dem Holocaust verbundenen Aspekt auch eine universelle Bedeutung zu: Der 27. Januar ist durch eine Resolution der Vollversammlung der Vereinten Nationen im November 2005 zum weltweiten Gedenktag an die Opfer des Holocausts geworden.

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Als AB-Aktion, „Außerordentliche Befriedungsaktion“, wurde die gezielte Ermordung der Führer des polnischen Widerstandes und Intelligenz in den vom Deutschen Reich besetzten Gebieten Radom, Lublin, Krakau und Galizien – dem so genannten Generalgouvernement – während des Sommers und Herbst 1940 bezeichnet. Die Massenerschießungen fanden in der näheren Umgebung Warschaus, u.a. in den Wäldern Palmirys, aber auch im berüchtigten Pawiak-Gefängnis statt. Ihr fielen Professoren, Lehrer und Priester zum Opfer, allesamt Vertreter der geistig-politischen Elite.

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„Polen-Erlasse“

8. März 1940

Nachdem bereits Zehntausende Polen und Polinnen entweder freiwillig oder gezwungen zum Arbeitsdienst in das Deutsche Reich transportiert worden waren, wurden am 8. März 1940 die so genannten „Polen-Erlasse“ angeordnet. Allein aus dem Generalgouvernement, dem von Deutschland militärisch besetzten, jedoch nicht in das „Reich“ eingegliederten Teil Polens, waren zu diesem Zeitpunkt mehr als 80.000 Menschen im Deutschen Reich eingetroffen.

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In Lodz, der zweitgrößten Stadt Polens lebte auch die zweitgrößte jüdische Gemeinschaft des Landes. Die jüdische Bevölkerung in Lodz hatte sich an Kunst und Kultur der Stadt beteiligt, es gab einige jüdische Textilfabrikanten und eine hohe Akkulturation an das polnische Leben.

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Dreieinhalb Jahre zuvor, am 21. April 1941, hatten die Deutschen an einem Ort, der nahe Natzweiler liegt und „Le Struthof“ genannt wird, ein KZ errichtet. Das Hauptlager Natzweiler war das einzige KZ auf französischen Boden – wenngleich Internierungslager und Durchgangslager wie Drancy bei Paris oder Compiègne auch ohne den klaren Charakter eines Konzentrationslagers grauenvolle Vorstufen weiterer Verschleppung oder Vernichtung waren.

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1933 wurden die bündischen Jugendgruppen, die aus der 1899 gegründeten Wandervogelbewegung entstanden waren, verboten. Die Modernisierung der Jugendgruppen und eine zunehmende Abkehr der 1913 beschlossenen Ziele, unter anderem der Selbstverantwortlichkeit und des Selbsterziehungsrechtes, sowie das schleichende Einsickern von Antisemitismus in große Teile der Jugendbewegungen hatten dazu geführt, dass den Nationalsozialisten eine Transformation und Gleichschaltung der Jugendbewegungen in "Hitlerjugend" (HJ) und "Bund deutscher Mädel" (BdM) recht zügig realisieren konnten.

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Ein Mann will den Krieg aufhalten

Attentat von Georg Elser vom 8. November 1939

Der 1903 im schwäbischen Hermaringen geborene Johann Georg Elser hatte fünf Geschwister und stammte aus einfachen Verhältnissen. Er war ein deutscher Kommunist, Einzelgänger und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, der am 8. November 1939 im Münchener Bürgerbräukeller ein Bombenattentat auf Adolf Hitler und weitere Mitglieder der NS-Führung verübte. Kurz vor Kriegsende wurde Elser auf Hitlers Befehl hin ermordet.

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Bereits ab dem 18. August 1939 forderte ein Erlass des Reichsinnenministeriums alle Ärzte und Hebammen auf, Säuglinge sowie Kinder, die an bestimmten Krankheiten oder Defiziten litten, bis zum Alter von drei Jahren dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Angeblich sollte dies der „Klärung wissenschaftlicher Fragen auf dem Gebiet der angeborenen Missbildung und der geistigen Unterentwicklung“ dienen.

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Der Zweite Weltkrieg brach nicht einfach aus. Er wurde vom nationalsozialistischen Deutschland seit 1933 durch verschiedene außen- wie innenpolitische Strategien geplant und war der NS-Ideologie immanent. In Ansprachen, Vierjahresplänen und auch der Propaganda war Krieg stets präsent.

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Anfang Oktober 1939 wurde auf einem Plateau bei Hinzert in der Nähe von Trier ein Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter der „Organisation Todt“ errichtet. Offiziell hieß es „SS-Sonderlager Hinzert“. Im Juli 1940, wurde das Lager bei Hinzert der „Inspektion der Konzentrationslager“ unterstellt. Auf Grund der verschiedenen Sonderfunktionen dieses Lagers wurde es weiterhin als „SS-Sonderlager“ bezeichnet.

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Aktion Gitter

22. August 1944

Der 20. Juli 1944 gehört seit etlichen Jahren zum Gedenkkanon der Bundesrepublik Deutschland. Dem aus Militär und Kirche kommenden Widerstand gebührt Anerkennung und den Opfern eine würdige Erinnerung. In den ersten Nachkriegsjahrzehnten wurden die Attentäter des 20. Juli noch vielfach als „Verräter“ gebrandmarkt und geschmäht. In der DDR wurde aus der kommunistischen Ideologie heraus dieser Widerstand entweder diskreditiert oder negiert. Weitaus weniger bekannt als das Datum des 20. Juli 1944 ist die Verhaftungswelle (Aktion Gitter), die nach den ersten Inhaftungen und Hinrichtungen sowie den Schauprozessen vor dem „Volksgerichtshof“ unter Roland Freisler das Land überzog.

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Dem „Münchner Abkommen“ im Oktober 1938 und der Annexion des bis dato tschechischen Sudentenlandes durch Deutschland folgte das, was Hitler als „Zerschlagung der Rest-Tschechei“ bezeichnete.  Die Eskalation im tschechisch-slowakischen Verhältnis wurde von Deutschland genutzt und Druck auf die Slowakei ausgeübt. Im dortigen Parlament wurde am 14. März 1939 die staatliche Souveränität ausgerufen, deren „Schutzmacht“ Deutschland war. Daraufhin kam es zum erzwungenen „Protektoratsvertrag“ zwischen Tschechien und Deutschland – und zum Einmarsch im „Protektorat Böhmen und Mähren“ am 16. März 1939.

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Nach dem so genannten „Auschwitzerlass“ Heinrich Himmlers vom 16. Dezember 1942 , nach dem alle „Zigeunermischlinge, Rom-Zigeuner und Angehörige zigeunerischer Sippen balkanischer Herkunft … in ein Konzentrationslager einzuweisen“ seien, begann die Deportation der Sinti und Roma u. a. aus Deutschland und Österreich in KZs und Vernichtungslager.

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Das Lagergelände befand sich im Vorort Majdan Tatarski der polnischen Stadt Lublin. Von diesem Vorort stammt auch der spätere Name „Majdanek“. Nach neuesten Schätzungen wurden dort rund 78.000 Menschen, unter ihnen circa 60.000 Juden, ermordet. Majdanek war sowohl Konzentrations- als auch, zumindest temporär, Vernichtungslager.

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Kontakt

ITS - Internationaler Suchdienst

Bereich Forschung

Dr. Susanne Urban
Bereichsleiterin

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Bundesrepublik Deutschland

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