Internationaler Suchdienst Arolsen

[14.12.2010]  

Das französische Nationalarchiv (Archives Nationales) hat digitale Kopien, insgesamt 13 Datenträger mit einer Kapazität von jeweils 500 Gigabyte, von Dokumenten aus dem Archiv des Internationalen Suchdienstes (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen erhalten. Nach Israel, den USA, Polen, Luxemburg und Belgien nutzt damit jetzt das sechste Land den umfangreichen Bestand des ITS über die Verfolgung durch die Nationalsozialisten, die Zwangsarbeit sowie die Emigration nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. „Forscher haben nun an mehreren Orten die Möglichkeit zur Recherche in den Dokumenten des Suchdienstes“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. „Ich hoffe, dass der Datenaustausch der historischen Aufarbeitung dient und die Vernetzung unserer Einrichtungen voranbringt.“    

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[30.11.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat die ersten vier Findbücher zu seinen Archivbeständen im Internet veröffentlicht. Sie sollen den Weg zu den Beständen und den Archivalien des ITS ebnen. „Die jetzt fertig gestellten Findbücher beschreiben Teilbereiche des Archivs, die bislang für die Forschung kaum zugänglich waren“, sagte Karsten Kühnel, Archivar und Abteilungsleiter Katalogisierung beim ITS. „Ihre Veröffentlichung ist ein erster, bedeutender Schritt, dem noch viele folgen werden.“

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[16.11.2010]  

Brüssel, den 16. November 2010: Heute ist unter der Schirmherrschaft von Ratspräsident Herman Van Rompuy offiziell der Startschuss zur Europäischen Infrastruktur für Holocaust-Forschung (EHRI - the European Holocaust Research Infrastructure) gegeben worden. EHRI wird der Garant für höchste Standards bei der Erforschung der Geschichte des europäischen Kontinents. Gefördert mit sieben Millionen Euro von der Europäischen Union und vernetzt mit 20 Partnerorganisationen aus 13 Ländern, ist es das bislang wichtigste europäische Forschungsprojekt über die Tragödie des Holocaust. In den kommenden vier Jahren nehmen Forscher den Aufbau einer einzigartigen Datenbank in Angriff, die die derzeit über ganz Europa verstreuten Archivmaterialien in sich vereinigen soll. Forscher, aber auch Lehrer und Studenten, werden diese unermesslich reiche Quelle über die Geschichte des neuzeitlichen Europas nutzen.

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[29.10.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat gestern zusammen mit dem Verein Historicum 20 und dem Museum der Stadt Bad Arolsen die Ausstellung „BücherZeugen“ eröffnet. In der Ausstellung wird eine Auswahl an bemerkenswerten Büchern aus der Bibliothek des ITS präsentiert. Darunter sind Publikationen, die bereits unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden und die Auseinandersetzung mit der NS-Verfolgung begannen. „Es sind erste Versuche, sich zu erinnern und das Geschehen festzuhalten. Diese Bücher sind wichtige Wissensspeicher und Erinnerungsträger“, sagte Dr. Susanne Urban, Bereichsleiterin Forschung beim ITS. Die Ausstellung wird bis zum 15. Dezember 2010 im Historicum 20 in Bad Arolsen zu sehen sein.

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[06.10.2010]  

Erstmals werden beim Internationalen Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen Dokumente zum Thema Todesmärsche aus Konzentrationslagern, darunter auch noch unveröffentlichtes Kartenmaterial, von Wissenschaftlern näher untersucht. Vom 4. bis 7. Oktober 2010 veranstaltet der ITS dazu einen Historiker-Workshop mit 13 Teilnehmern aus fünf Ländern. „Wir hoffen, dass sich hieraus neue Forschungsperspektiven ergeben werden“, sagte Dr. Susanne Urban, Bereichsleiterin Forschung beim ITS. „Das Thema der Todesmärsche beginnt sich erst seit wenigen Jahren zu etablieren. Der ITS will sich aktiv einbringen.“

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[01.10.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat heute eine Gebührenordnung für die Nutzung seines Archivs eingeführt. Sie legt die Kosten fest, die bei Anfragen von Forschern für Kopien von Dokumenten anfallen. „Wir haben uns bei der Höhe der Gebühren an Einrichtungen wie dem Bundesarchiv, Yad Vashem oder dem US Holocaust Memorial Museum orientiert“, sagte Jean-Luc Blondel. „Die Gebühren sind maßvoll und ausschließlich kostendeckend.“

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[28.09.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat heute sein pädagogisches Konzept für die Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen vorgestellt. „Damit schlägt der ITS ein neues Kapitel auf“, sagte Dr. Susanne Urban, Leiterin des Bereichs Forschung beim ITS. „Wir sehen uns der Aufgabe verpflichtet, die Bedeutung der in unserem Archiv verwahrten Dokumente einer breiten Öffentlichkeit und den nachwachsenden Generationen zu vermitteln.“

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[23.09.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat gestern in der Gedenkstätte Amersfoort weiteren 14 Familien aus den Niederlanden Effekten zurückgeben können. Es handelt sich überwiegend um Brieftaschen, die den Besitzern bei der Deportation ins Konzentrationslager Neuengamme von den Nationalsozialisten abgenommen worden waren. „Die Rückgabe ist ein bewegender Moment für uns alle“, sagte Nicole Dominicus, Abteilungsleiterin Archivverwaltung beim ITS. „Häufig sind in den Portemonnaies letzte Erinnerungsstücke und Fotos, die den Familien viel bedeuten. Deshalb sind sie aus unserer Sicht bei den Familien am besten aufgehoben.“

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[16.09.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat diese Woche weitere Kopien von Datenbeständen an fünf Partnerorganisationen in Israel, den USA, Polen, Luxemburg und Belgien überreicht. Es handelt sich um Dokumente des Kindersuchdienstes sowie um Dokumente über die NS-Verfolgung, die sich nicht auf konkrete Einzelschicksale beziehen. „Dazu zählen etwa Unterlagen über die Logistik der Konzentrationslager, medizinische Experimente, den Verein ‚Lebensborn’, und Gerichtsprozesse aus der Nachkriegszeit“, sagte Udo Jost, Bereichsleiter Archiv beim ITS. „Es ist ein vergleichsweise kleiner Bestand innerhalb unseres Archivs, aber von besonders hohem Interesse für die Forschung.“

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[19.08.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat mit dem Stadtmuseum Coesfeld eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Für das geplante Lern- und Begegnungszentrum zur Geschichte der jüdischen Gemeinden wird der ITS Dokumente über die Verfolgung während des Nationalsozialismus zur Verfügung stellen. Zudem soll auch die Arbeit des ITS innerhalb der neuen Ausstellung gewürdigt werden. „Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit. Sie ist ein Beispiel für die Kooperationen, die der ITS mit Museen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen bundesweit anstrebt“, sagte Dr. Susanne Urban, Leiterin des Bereichs Forschung beim ITS.

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[02.07.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen möchte sein Archiv und seine Dienstleistungen verstärkt auch in den osteuropäischen Ländern anbieten. Diese Woche sprachen Repräsentanten des ITS und des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das die administrative Leitung des ITS inne hat, mit Vertretern von Archiven, Opferverbänden und Forschungseinrichtungen in der Ukraine und dem Nationalen Ukrainischen Roten Kreuz. „Wir wollen es den Familienangehörigen von Opfern der NS-Verfolgung ermöglichen, noch offene Schicksalsfragen zu klären“, sagte der IKRK-Berater für den ITS, Udo Wagner. „Zudem streben wir Kooperationen auf dem Gebiet der Forschung an.“

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[02.06.2010]  

Der Internationale Ausschuss für den Internationalen Suchdienst kam am 26. und 27. Mai 2010 in Washington zu seiner 72. Jahresversammlung zusammen. Er nahm die in den vergangenen zwölf Monaten geleistete Arbeit des Internationalen Suchdiensts (ITS) anerkennend zur Kenntnis.

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[18.05.2010]  

 

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat heute die Ausstellung „Der Lebensborn e.V.“ eröffnet, die bis zum 2. Juli 2010 präsentiert wird. Die Ausstellung - bestehend aus 13 Tafeln - wurde vom Kreisjugendring Ebersberg zusammengestellt und verdeutlicht die rassistischen Ziele des von der SS getragenen Vereins. Ziel des „Lebensborn“ war die Erhöhung der Geburtenrate „arischer“ Kinder. „Zeitgleich wurden andere Mütter und Kinder – Behinderte, Juden, Sinti und Roma - als ‚lebensunwert’ ausgesondert und massenweise ermordet“, so ITS-Historikerin Dr. Susanne Urban. „Nicht zuletzt dieser grauenhafte Gegensatz hat uns dazu veranlasst, diese Ausstellung zu zeigen.“

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[10.05.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen bietet seine Website jetzt auch in russischer Sprache an. Die neue Sprachversion ging anlässlich des 65. Jahrestages des Kriegsendes online. „Viele Opfer der NS-Verfolgung stammen aus Osteuropa. Ihnen wollen wir einen besseren Service bieten und den ITS zugleich bekannter machen“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel, der erst vor kurzem Gespräche mit Vertretern von Archiven und Opferverbänden in Moskau geführt hatte.

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[26.03.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat gestern abend die Ausstellung „Karl Plagge (1897-1957) - Ein Gerechter unter den Völkern“ eröffnet. Sie wird in der Zeit vom 26. März bis 7. Mai 2010 beim ITS zu sehen sein. Die von der Darmstädter Geschichtswerkstatt erarbeitete Ausstellung erinnert an die Rettung von etwa 250 Juden durch den deutschen Wehrmachtsoffizier Karl Plagge. „Oberst Plagge hat nicht ohnmächtig zugeschaut. Er hat sich entschieden, etwas gegen den Wahnsinn zu unternehmen und Menschenleben zu retten“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel anlässlich der Eröffnung. „Die Ausstellung ist ein Teil der Erinnerungsarbeit und zugleich eine Aufforderung, nicht nachzulassen im Einsatz für die Überlebenden.“

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[13.02.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat heute in der Gedenkstätte Amersfoort 35 Familien aus den Niederlanden Effekten zurückgeben können. Es handelt sich überwiegend um Brieftaschen, die den Besitzern bei der Deportation ins Konzentrationslager Neuengamme von den Nationalsozialisten abgenommen wurden. „Wir freuen uns sehr, dass der Kontakt zu den Familien dank der Initiative von Gert van Dompseler und Pieter Dekker von der Stiftung October’44 zustande gekommen ist“, sagte Nicole Dominicus, Leiterin Archivanfragen und Besucherbetreuung beim ITS.

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[11.02.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert heute digitalisierte Fotoaufnahmen aus seinem Archiv überreicht. Unter den insgesamt 35 Motiven sind auch zehn Aufnahmen, die im Zeitraum von 1940/41 im Konzentrationslager entstanden. „Die Gedenkstätte verfügt nur über sehr wenige Fotos. Daher sind wir für jedes Motiv dankbar“, sagte Dr. Beate Welter, Leiterin der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert.

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[02.02.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat das bisher umfangreichste Teilprojekt zur Digitalisierung seines Archivs gestartet. Rund drei Millionen Fälle mit der Korrespondenz zwischen dem Suchdienst, Behörden sowie Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung und ihren Familienangehörigen sollen in den kommenden Jahren digitalisiert werden. „In Kombination mit den Originaldokumenten aus der NS-Zeit bieten die Korrespondenzfälle eine umfassende Darstellung vom Schicksal des Einzelnen“, sagte der Bereichsleiter Archiv beim ITS, Udo Jost. „Sie fügen die häufig nur noch fragmentarisch vorhandenen Puzzleteile aus den Dokumenten zu einem Gesamtbild zusammen.“

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[20.01.2010]  

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat heute bei einem Besuch des Internationalen Suchdienstes (ITS) in Bad Arolsen die bedeutsame Arbeit der Einrichtung hervorgehoben. „Als Ansprechpartner für viele Millionen Menschen, die sich über das Schicksal ihrer Angehörigen informieren wollten, hat der ITS eine großartige humanitäre Arbeit geleistet. In der Zukunft wird neben der Dokumentation vor allem die Forschungs- und Bildungsarbeit im Vordergrund stehen, damit das ‚Arolser Gedächtnis‘ auch für die kommenden Generationen erhalten bleibt“, so Koch.

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[15.01.2010]  

Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hat die Digitalisierung seiner Archivbestände aus der Nachkriegszeit abgeschlossen. Es handelt sich um Dokumente zu Displaced Persons und zur Emigration nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. „Dieser Bestand im Archiv des ITS ist noch kaum erforscht“, sagte der Bereichsleiter Archiv, Udo Jost. „Er bietet einen guten Einblick in das Leben nach dem Überleben und die Migrationsbewegungen infolge des Krieges.“ Datenkopien der Dokumente hat der ITS diese Woche an Partnerorganisationen in Israel, den USA, Polen, Luxemburg und Belgien überreicht.

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Kontakt

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