Internationaler Suchdienst Arolsen

[14.12.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat heute digitale Kopien von Dokumenten aus seinem Archiv an die Wiener Library in London überreicht. „Die gemeinsame Nutzung der ITS-Bestände wird die Zusammenarbeit unserer beiden Einrichtungen stärken und die Forschung in Großbritannien unterstützen“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. Die rund 30 Millionen Dokumente aus dem Archiv des ITS über die nationalsozialistische Verfolgung, die Zwangsarbeit sowie die Emigration infolge des Zweiten Weltkrieges können jetzt an Institutionen in insgesamt acht Ländern eingesehen werden.

lesen

[24.11.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) hat auf einer zweitägigen internationalen Konferenz neue Forschungsergebnisse und Perspektiven zum Thema Todesmärsche aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern diskutiert. Im Mittelpunkt der Konferenz „Auf den Spuren der Todesmärsche - Verbrechen, Ermittlung, Erinnerung“ mit 60 Teilnehmern aus acht Ländern standen die Dokumente im Archiv des ITS zur Rekonstruktion der Todesmärsche und zur Identifikation der Toten, die zwischen 1946 und 1951 entstanden. Seit Oktober 2010 hatten Wissenschaftler diese in einem gemeinsamen Workshop erstmals systematisch untersucht. „Das Material in unserem Archiv kann bisherige Forschungen ergänzen und zugleich ein ganz neues Schlaglicht auf den Umgang der Alliierten mit diesen Verbrechen werfen“, sagte Dr. Susanne Urban, Bereichsleiterin Forschung beim ITS.

lesen

[22.11.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen erweitert sein Aufgabenspektrum und erhält ein neues Management. Der Internationale Ausschuss, dessen elf Mitgliedsstaaten die Richtlinien für die Arbeit des ITS in Bad Arolsen festlegen, hat vergangene Woche in Paris zwei neue Abkommen zu den künftigen Aufgaben und der Trägerschaft des ITS paraphiert. Neben der Suche und Schicksalsklärung werden die Aufgaben des ITS damit auch formell um die Forschung, Bildung, Gedenkarbeit sowie die Erschließung der Dokumente erweitert. Neuer institutioneller Partner wird 1. Januar 2013 das Bundesarchiv.  Es soll den Internationalen Ausschuss und den Direktor des ITS in Bereichen wie Konservierung, Aufbewahrung und Erschließung beraten. Der Direktor wird künftig direkt vom Internationalen Ausschuss ernannt. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zieht sich Ende 2012 aus der Leitung des ITS zurück.

lesen

[18.11.2011]  

Die bisherigen Beschränkungen bei der Kopienabgabe an Forscher im Archiv des Internationalen Suchdienstes (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen wurden jetzt auch formell aufgehoben. Der Internationale Ausschuss aus elf Mitgliedsstaaten, der die Richtlinien für die Arbeit des ITS festlegt, stimmte heute auf einer Sitzung in Paris einer entsprechenden Neufassung der Gebührenordnung zu. „Diese tritt ab sofort in Kraft“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel.

lesen

[12.10.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) will die derzeit bestehenden Beschränkungen in der Kopienabgabe an Forscher aufheben. Die Gebührenordnung und der Forschungsantrag wurden entsprechend überarbeitet. „Unser Ziel ist und bleibt der bestmögliche Zugang für die Forschung“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. „Wir hoffen, dass die geplante Neuregelung zu mehr Klarheit beiträgt.“ Voraussetzung für deren Inkrafttreten ist die Zustimmung des Internationalen Ausschusses, dessen elf Mitgliedsstaaten die Richtlinien für die Arbeit des ITS festlegen. Der Ausschuss wird Mitte November 2011 zu einer Sitzung in Paris zusammen kommen.

lesen

[26.08.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) hat gestern Abend in Bad Arolsen eine Ausstellung mit Zeichnungen und Karikaturen des tschechischen Künstlers Josef Čapek eröffnet. Dieser hatte sich mit seiner künstlerischen und schriftstellerischen Arbeit bereits zu einem frühen Zeitpunkt vehement gegen die Diktatur des Nationalsozialismus gewandt. „Čapek begehrte mit der Zeichenfeder auf – und bezahlte dafür mit seinem Leben“, sagte Dr. Susanne Urban, Bereichsleiterin Forschung beim ITS. „Seine Karikaturen berichten nicht nur von dem nationalsozialistischen Deutschland, sondern auch von den Mechanismen einer Diktatur und dem von ihr gesäten Hass.“ Die Ausstellung „Josef Čapek (1887-1945) – Zeichnungen und politische Karikaturen“ wird bis zum 27. Oktober 2011 zu sehen sein.

lesen

[10.08.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) hat heute mit der Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 ist eine langfristige Zusammenarbeit im Rahmen von regelmäßigen Besuchen des Archivs, kleineren Einzelprojekten bis hin zu Kursen zu ausgewählten Themen geplant. Jean-Luc Blondel, Direktor des ITS, und Dr. Matthias Bohn, stellvertretender Schulleiter, haben die Kooperation unterstützt und stimmen überein, dass die Unterlagen des ITS für schulischen wie außerschulischen Unterricht eine unschätzbare Quelle darstellen. „Anhand der Dokumente können den Schülern die Strukturen der NS-Verfolgung, aber auch Einzelschicksale der Menschen während der Verfolgung sowie nach der Befreiung nahe gebracht werden“, sagt Blondel.

lesen

[01.07.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat diese Woche weitere Kopien von Datenbeständen an sechs Partnerorganisationen in Israel, den USA, Polen, Frankreich, Luxemburg und Belgien überreicht. Es handelt sich um die ersten 76.000 von insgesamt drei Millionen Korrespondenzfällen sowie die restlichen Unterlagen des Kindersuchdienstes und der allgemeinen, nicht-personenbezogenen Dokumente zur nationalsozialistischen Verfolgung. „Damit haben wir nahezu den gesamten Bestand an historischen Dokumenten aus der NS-Zeit und der unmittelbaren Nachkriegszeit gescannt. Dies ist ein bedeutendes Etappenziel auf dem Weg zur Digitalisierung des Gesamtbestandes“, sagte Djordje Drndarski, Vize-Direktor und Bereichsleiter Archiv beim ITS.

lesen

[30.05.2011]  

Die Zahl der Anfragen an den Internationalen Suchdienst (ITS/International Tracing Service) stieg das dritte Jahr in Folge. Insgesamt erreichten den ITS im vergangenen Jahr 12.981 Anfragen (Vorjahr: 11.768, 2008: 10.251). „Diese Entwicklung zeigt uns, dass das Interesse an der Dokumentation des ITS und dem Thema der nationalsozialistischen Verfolgung unvermindert anhält“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. Der Internationale Ausschuss aus elf Mitgliedsstaaten, der die Richtlinien für die Arbeiten des ITS erstellt und diese im Sinne der ehemaligen Verfolgten überwacht, setzt die Debatte um die Zukunft der Einrichtung fort.

lesen

[20.05.2011]  

George Jaunzemis wusste nie, wer seine Mutter war, wie er wirklich hieß oder wo er geboren wurde. Diese Fragen konnte der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen jetzt klären – 66 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Diese Woche begegnet Jaunzemis erstmals seiner Familie und besucht seinen Geburtsort Magdeburg. „Ich fühle mich erleichtert zu wissen, wer ich bin. Es ist sehr emotional, plötzlich eine Familie zu haben“, sagte der 69-Jährige.

lesen

Effektenliste online

Pressemeldung

[19.05.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat heute eine Liste der noch im Archiv verbliebenen Effekten aus Konzentrationslagern im Internet veröffentlicht. „Unser Ziel ist die Rückgabe einer möglichst hohen Anzahl an Überlebende der NS-Verfolgung und an Familienangehörige“, sagte ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. Zurzeit sind im Archiv des ITS noch circa 2.900 Effekten vorhanden, deren Eigentümer namentlich bekannt sind. Sie stammen vorwiegend aus den Konzentrationslagern Neuengamme und Dachau. Dank eines umfangreichen Forschungsprojektes konnten 476 Effekten erstmals den Namen von ehemaligen Häftlingen zugeordnet werden.

lesen

[27.04.2011]  

Die Pädagogische Akademie der Gemeinschaft evangelischer Erzieher (GEE) bietet diese Woche ihre erste Studientagung für Pädagogen beim Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen an. Die Gruppe von sechs Pädagogen wird die Bildungsangebote des ITS und die Recherchemöglichkeiten im Archiv kennen lernen. „Die Geschichte der NS-Verfolgung lässt sich anhand von konkreten Lebensschicksalen besonders gut darstellen. Wir möchten die Vermittler von Kultur und Erziehung einladen, künftig die Dokumente aus unserem Archiv für schulische und außerschulische Projekte zu nutzen“, sagte Dr. Susanne Urban, Bereichsleiterin Forschung beim ITS.

lesen

[11.03.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) hat gestern Abend in Bad Arolsen eine Ausstellung über den Hitler-Attentäter Georg Elser eröffnet. Am 8. November 1939 hatte Elser den Diktator Adolf Hitler durch ein Attentat in München töten und so die Ausweitung des von Deutschland begonnenen Krieges verhindern wollen. „Er hätte wie Millionen andere wegsehen können. Doch Elser tat es nicht“, sagte Susanne Urban, Bereichsleiterin Forschung beim ITS. „Hinter ihm stand keine Partei, keine Ideologie und keine Kirche. Allein wollte er das nationalsozialistische Deutschland aufhalten.“ Die Ausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen“ mit 29 Schautafeln wird bis zum 27. Mai 2011 zu sehen sein.

lesen

[07.03.2011]  

Der Delegierte des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Djordje Drndarski ist seit heute neuer stellvertretender Direktor des Internationalen Suchdienstes (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen. „Ich betrachte es als ein Privileg, ein Teil des Suchdienstes zu sein“, sagte der 44-Jährige. „Es ist ein geschichtsträchtiger Ort von enormer Bedeutung.“

lesen

[28.02.2011]  

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen hat die Angebote für seine pädagogische Arbeit an Bildungseinrichtungen versandt. Im Mittelpunkt stehen schulische Projekte in Hessen sowie bundesweite Seminare an Universitäten, Workshops und Vorträge zur NS-Verfolgung. „Die Pädagogik und damit einher gehende Publikationen werden in Zukunft wichtige Säulen des ITS bilden“, sagte Dr. Susanne Urban, Leiterin des Bereichs Forschung. „Ergebnisse und Einsichten der Historiker sollten auch vermittelt werden.“

lesen

Kontakt

ITS - Internationaler Suchdienst

Pressestelle

Kathrin Flor
Pressesprecherin

Große Allee 5-9
34454 Bad Arolsen
Bundesrepublik Deutschland

Tel.: +49 (0)5691 629 116
Fax: +49 (0)5691 629 501

E-Mail: communications[at] its-arolsen.org