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Archivschule Marburg zu Besuch beim ITS

Eine Gruppe von 36 angehenden Archivaren der Archivschule Marburg hat sich gestern einen Überblick über die Arbeit und die Archivbestände beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen verschafft. Dabei stand die Organisation des Archivwesens, die Herkunft der Dokumente sowie die Digitalisierung und Benutzung der Archivalieneinheiten im Vordergrund. „Der Besuch des ITS ist für unsere Studenten von besonderer Bedeutung“, sagte Exkursionsleiter Dr. Karsten Uhde. „Hier handelt es sich nicht um ein klassisches Archiv, sondern um ein Archiv, das mit seinen Aufgaben gewachsen und strukturiert ist.“

Neben einer Tour durch die Bestände schauten sich die Studierenden das Scannen der Korrespondenzakten an, ließen sich die Arbeit der Bereiche Forschung und humanitäre Anfragen erläutern und nahmen Einblick in den Ablageplan der Verwaltung. „Was der ITS alles leistet, geht über die Arbeiten eines Archivs hinaus“, stellte Maria von Loewenich, Studentin der Archivschule Marburg und Referendarin am Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin, während des Besuchs fest. „Das unterscheidet ihn von unseren typischen Lehrarchiven und macht ihn so interessant.“

Es sei wichtig, während der Ausbildung möglichst viele Archive zu besichtigen, berichtet Uhde. Dass das Archiv des ITS erst spät geöffnet wurde, seine ungewöhnliche Ordnung und die jetzige Arbeit der Sortierung nach der Provenienz am digitalen Bestand machen den ITS für die Ausbildung der Archivare spannend. „Auch die Nutzung und die rechtlichen Grundlagen unterscheiden sich von anderen Archiven“, ergänzt Uhde. „Für die Studenten ist es daher gut, die Besonderheiten des ITS kennen zu lernen.“