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Besuch der Erich Kästner-Schule Baunatal

43 Schüler der Erich Kästner-Schule Baunatal beim ITS in Arolsen.

Anfang Oktober 2013 haben 43 Schüler der Erich Kästner-Schule Baunatal den International Tracing Service (ITS) besucht. Neben einer Präsentation zur Geschichte und Gegenwart, den Aufgaben und Zielen des ITS arbeiteten die Schüler in Gruppen zum Thema „Menschenbilder“. „Wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt, ist es unsere Aufgabe, die Geschichte weiterzutragen und an den Holocaust zu erinnern“, so Geschichtslehrerin Ingeborg Splettstößer.

Sie und ihre Kollegin Petra Koch hatten mit den Schülern den Themenblock Nationalsozialismus im Unterricht bereits ausführlich behandelt. Besuche in der KZ Gedenkstätte Buchenwald und der Gedenkstätte Breitenau gingen dem Workshop in Arolsen voraus. „Wir können beobachten, dass die Schüler aufmerksamer das Thema behandeln, wenn sie selbst die einzelnen Schicksale recherchieren“, sagt die Geschichtslehrerin. „Dieser Zugang ist neu für die Jugendlichen - Geschichte bleibt daher in den Köpfen besser hängen.“

Wichtig ist den Pädagogen, dass die Jugendlichen erkennen, dass die nationalsozialistische Verfolgung nicht nur in den Vernichtungslagern im Osten stattgefunden hat, sondern auch in ihrer unmittelbaren Umgebung. Dokumente aus Konzentrationslagern, Briefe aus Korrespondenzakten und Unterlagen aus anderen Archivbeständen halfen den Jugendlichen, sich mit verschiedenen Verfolgungsschicksalen vertraut zu machen. „Die Arbeit mit Schülern zeigt uns wie wichtig es ist, die Geschichten der Überlebenden weiter zu tragen“, resümiert Elisabeth Schwabauer, Bereich Forschung und Bildung beim ITS.