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Besuch des britischen Sonderbeauftragten

Sir Andrew Burns, Sonderbeauftragter der britischen Regierung für Holocaust-Fragen, hat sich Anfang April 2011 zwei Tage über die neuesten Entwicklungen beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen informiert. „Ein überaus interessanter und erhellender Besuch“, sagte Burns. „Ich bin tief beeindruckt von der Vielfalt der Aktivitäten und der Masse an Dokumenten.“

Eine Führung durch das Archiv, die Digitalisierung von Dokumenten, die Beantwortung von Anfragen, der Bereich Forschung sowie Gespräche mit ITS-Direktor Jean-Luc Blondel standen auf dem Programm. „Der ITS ist in guten Händen und hütet eine Sammlung von Weltgeltung, die Zeugnis ablegt von einer historischen Tragödie mit einer tief greifenden Bedeutung für uns bis zum heutigen Tag“, äußerte Burns.

Den Posten des Sonderbeauftragten hat das britische Außenministerium im Juni 2010 eingerichtet, um die verschiedenen Aktivitäten Großbritanniens auf dem Gebiet der Bildung, Erinnerung und Forschung zum Holocaust national und international zu koordinieren. Burns ist auch Vertreter der britischen Regierung im Internationalen Ausschuss, der die Arbeit des ITS kontrolliert. Neben Großbritannien gehören dem Gremium zehn weitere Staaten an.

Derzeit verhandelt der Ausschuss über die Zukunft des ITS und die Rolle des Bundesarchivs als neuer Partnerorganisation, wenn sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Ende 2012 aus der Leitung des ITS zurückzieht. „Der ITS bewegt sich in eine neue Phase historischer Forschung und Anfragen. Daher muss der Internationale Ausschuss zusätzlich Verantwortung übernehmen“, so Burns. „Großbritannien sieht die Bedeutung der hier geleisteten Arbeit und wird sich aktiv engagieren.“