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Besuch vom Französischen Roten Kreuz

Drei Vertreterinnen vom Französischen Roten Kreuz, Veronique Molinaro, Virginie Alauzet und Robyn Gason, haben sich Ende März 2011 für einen Tag beim Internationalen Suchdienst (ITS) über den Stand der Digitalisierung, die Bearbeitung von Suchfällen und den geplanten Wechsel im Management informiert. „Es war ein Privileg, sich hier vor Ort ein Bild machen zu können. Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit dem ITS und ich freue mich darauf, dass es so weitergeht“, sagte Robyn Gason.

800 Suchfälle bearbeitet das Rote Kreuz in Paris jedes Jahr. 2010 trafen insgesamt 1700 Anfragen ein. „Ein Drittel unserer Suchfälle haben noch mit dem Zweiten Weltkrieg zu tun und in 35 Prozent unserer Fälle kooperieren wir mit dem ITS“, berichtete Gason. „Häufig geht es um die Suche nach dem leiblichen Vater.“

Von besonderem Interesse war für die Rot-Kreuz-Mitarbeiterinnen die Fallbearbeitung im Zusammenhang mit der Digitalisierung. „Der ITS kann hier als Best-Practice-Beispiel dienen“, so Molinaro. „Gerade die mögliche Verknüpfung der Anfragen von Familienangehörigen und den Originaldokumenten ist überaus hilfreich.“ Auch das Vorgehen bei Familienzusammenführungen stand im Mittelpunkt der Gespräche. „Es war gut zu sehen, wie der ITS auf die Menschen zugeht und die oft sensiblen Nachrichten übermittelt“, sagte Gason.

Ein weiteres Thema der Gespräche war der angekündigte Rückzug des IKRK aus dem Management des ITS Ende 2012. „Wir wollten uns informieren, wie der Übergang in der Leitung geplant ist“, sagte Molinaro. Nach den Plänen des Internationalen Ausschusses aus elf Mitgliedsstaaten, der die Arbeit des ITS koordiniert und überwacht, soll die humanitäre Arbeit und die Suche nach überlebenden Familienangehörigen der NS-Verfolgung so lange fortgesetzt werden, wie es dafür einen Bedarf von Seiten der Betroffenen gibt.