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Besuch von Archivaren des Thüringischen Hauptstaatsarchivs

24 Archivare vom Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar haben sich während einer eintägigen Exkursion über die Dokumentenbestände im Archiv des Internationale Suchdienstes (ITS) in Bad informiert. Auch deren Erhaltung, Digitalisierung und Erschließung sowie Nutzung für die Forschung und Pädagogik wurde thematisiert. „Der Wunsch zu dem Besuch kam von den Mitarbeitern, da sich viele unserer Aufgaben überschneiden“, erklärte Archivarin und Fortbildungsbeauftragte Bettina Fischer.

Es gebe einen regelmäßigen Austausch mit dem ITS zu Dokumenten über Zwangsarbeiter sowie in Fragen der Schicksalsklärung, erläuterte Fischer. „Wir wollten jedoch einen körperlichen Eindruck gewinnen vom Archiv. Insbesondere die Zentrale Namenkartei war ein richtiges Highlight.“ Nach der Führung durch alle Archivbereiche ging es um die Digitalisierung und Erschließung der Dokumente. „Dass die Bestandsbildung und die archivische Arbeit sich im Laufe der Jahre auseinander entwickelt haben, ist der institutionellen Geschichte des ITS geschuldet“, so Fischer.

Der ITS verstand sich nicht als ein Archiv, sondern als Suchdienst. Daher sind die Bestände fast ausschließlich nach Namen erschlossen worden. „Die Darstellung von Archivar Karsten Kühnel zur künftigen Erschließung und den ersten Findbüchern fanden wir von daher besonders interessant,“ sagte der Leitende Archivdirektor Dr. Bernhard Post. Auch die archivpädagogischen Projekte stießen auf eine positive Resonanz. „Es ist beeindruckend, in welch kurzer Zeit der ITS diese aufgestellt hat“, meinte Fischer. Überhaupt seien deutliche Unterschied zu früheren Zeiten feststellbar. „Wir freuen uns, dass sich der ITS weiter öffnet“, betonte Post beim Abschied.