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bildungsstätte anne frank besucht ITS

Acht Mitarbeiter der bildungsstätte anne frank in Frankfurt haben den International Tracing Service (ITS) besucht, um die Geschichte der Einrichtung kennenzulernen und Kooperationsmöglichkeiten zu besprechen. Zudem wurde bereits im Frühjahr 2013 vereinbart, dass die zurzeit in Erarbeitung befindliche Ausstellung des ITS zu Displaced Persons (DPs) im September 2014 als Auftakt in der bildungsstätte in Frankfurt eröffnet wird. „Wir freuen uns, die Ausstellung bei uns eröffnen zu können, denn die Frage nach den politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen mit der Shoah nach 1945 ist ein wichtiger Bestandteil historischen Lernens“, sagt Deborah Krieg, stellvertretende Leiterin der bildungsstätte anne frank. „Wir haben den ITS als Ort kennen gelernt, der anhand der dort verwahrten Dokumente gerade auch die Nachwirkungen von Geschichte sichtbar macht und verdeutlicht, vor welchen Herausforderungen die Überlebenden nach 1945 standen.“

Besonderer Schwerpunkt des Besuchs war die Bildungsarbeit im ITS. Mitarbeiter des Bereichs Forschung und Bildung im ITS stellten den Besuchern das pädagogische Konzept sowie die verschiedenen Workshops und Unterrichtsmaterialien vor. Zudem haben die Gäste aus Frankfurt selbst in der Datenbank OuS zu verschiedenen Themenschwerpunkten recherchiert. „Wir konnten interessante Dokumente finden, die wir bei zukünftigen Projekten einbeziehen können“, so Krieg. „Besonders im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus, für die pädagogische Arbeit in der Migrationsgesellschaft oder zum Thema ‚Postkoloniales Frankfurt‘.“

Die Zusammenarbeit zwischen der bildungsstätte anne frank und dem ITS soll sich zukünftig vertiefen. Über die Präsentation der Ausstellung hinaus werden didaktische Materialien gemeinsam erarbeitet und Weiterbildungen angeboten. „Angesichts der Dokumente zu Verfolgten aus nahezu allen Nationen sowie den Wegen der Überlebenden, die in die unterschiedlichsten Kontinente und Staaten emigrierten, spiegelt sich das ‚globale Ausmaß‘ und die ‚globale Auswirkungen‘ der NS-Verfolgung und seiner Folgen im ITS wider“, sagt Krieg.