a A

Buchveröffentlichung zu im Archiv des ITS recherchierten Schicksalen

Mehrere Monate hat der italienische Journalist Marco Ansaldo im Archiv des Internationalen Suchdienstes (ITS) nach Geschichten recherchiert. Zunächst erschienen sie als Serie in der Zeitung „Repubblica“, jetzt wurden sie auch in Buchform veröffentlicht unter dem Titel „Il falsario italiano di Schindler – I segreti dell’ultimo archivio nazista“.

Der Italiener auf Schindlers Liste, ein Brief von Primo Levi, das Sterben mit dem rosa Winkel, ein politischer Häftling aus der Türkei, die Todesmärsche aus der Sicht eines Zeugen, Überlebende auf einem Foto aus dem Konzentrationslager Buchenwald – anhand einzelner Dokumente und Schicksale nähert sich Ansaldo dem Thema der nationalsozialistischen Verfolgung aus italienischer Perspektive und entwirft zugleich ein Bild von der Vielfalt der Zeugnisse im Archiv des ITS. Mit großer Sorgfalt hat Ansaldo die einzelnen Geschichten recherchiert, die persönlichen wie politischen Hintergründe beleuchtet und so deutlich gemacht, wie umfassend und europäisch die verschiedenen Verfolgungswege waren.

„Das Archiv in Bad Arolsen dokumentiert nahezu vollständig die Besessenheit der Nationalsozialisten und katalogisiert jeden einzelnen Aspekt der Verfolgung“, heißt es in der Beschreibung des Buches, das im Rizzoli Verlag erschienen ist und hoffentlich in naher Zukunft auch Verleger in weiteren Ländern findet.

Buch: „Il falsario italiano di Schindler – I segreti dell’ultimo archivio nazista“
Autor: Marco Ansaldo
Verlag: RIZZOLI
Seiten: 280
Preis: 18,00 EURO
erschienen Oktober 2012
ISBN: 17059084