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Diplomarbeit zu Lebensborn in Österreich

Für ihre Abschlussarbeit im Fach Geschichte an der Karl-Franzens-Universität in Graz hat Corinna Fürstaller Ende April mehrere Tage beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen recherchiert. Ihr Thema sind die „Lebensbornheime in Österreich“. „Ich bin total begeistert von dem Umfang der Unterlagen beim ITS zum Thema Lebensborn“, sagte Fürstaller.

In Österreich hatte der von der SS getragene Verein Lebensborn e.V., dessen Ziel die Erhöhung der Geburtenrate „arischer“ Kinder war, zwei Heime. Dazu zählten das Entbindungsheim „Wienerwald“ und das Kinderheim in Oberweiß bei Gmunden. „Ich sichte den kompletten Bestand der Lebensborn-Unterlagen beim ITS“, berichtete die Studentin. „Wichtige Informationen schreibe ich auf oder bestelle Kopien.“ Im Vergleich zu Deutschland seien die Heime in Österreich bisher noch nicht ausführlich erforscht worden, begründet die 27-Jährige die Auswahl ihres Themas. „Ich habe Dokumente zu Krankengeschichten der Kinder, Ärzte- und Hebammeneinstellungen sowie Vorträge und Schulungen zur NS-Ideologie beim ITS durchgesehen.“

Aufgrund des umfangreichen Materials beim ITS zum Verein Lebensborn sei sie ein großes Stück vorangekommen, freut sich die Österreicherin. „Ich überlege, nach meinem bestandenen Diplom eine Dissertation zu schreiben. Dann komme ich für weitere Nachforschungen bestimmt zum ITS zurück.“