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Einblick in die Arbeit des ITS

Rolf Ulrich, neuer Vertreter der Bundesrepublik Deutschland für das Auswärtige Amt im Internationalen Ausschuss, informierte sich gestern einen Tag lang über den aktuellen Stand beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen. Der Ausschuss kontrolliert die Arbeit des ITS. Neben Deutschland gehören ihm zehn weitere Staaten an. „Der Besuch hat sich gelohnt. Ich habe viel erfahren“, sagte Ulrich.

Der Vertreter des Auswärtigen Amtes führte Gespräche mit Direktor Reto Meister und nahm mit Chefarchivar Udo Jost einen mehrstündigen Einblick in das Archiv. „Die Masse an Dokumenten ist überwältigend“, so Ulrich. „Es bleibt erstaunlich, mit welcher Gründlichkeit die Nationalsozialisten ihre Untaten dokumentiert haben.“

Der Referatsleiter informierte sich auch über die Digitalisierung der Unterlagen, sprach mit Historikerin Irmtrud Wojak über die historische Forschung und ließ sich die Bearbeitung der humanitären Anfragen erläutern. „Es war hochinteressant“, sagte Ulrich. „Vor dem Hintergrund der Zukunftsdebatte über die Einrichtung war der persönliche Eindruck vor Ort für mich wesentlich.“

Der Internationale Ausschuss hat im März 2008 eine strategische Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Frage nach der künftigen Struktur und Trägerschaft des Internationalen Suchdienstes klären soll. Ein erster schriftlicher Bericht soll der nächsten Jahresversammlung im Mai 2009 in London unterbreitet werden.