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Französisches Nationalarchiv nutzt digitale Datenbank des ITS

Die Archivarin Monique Leblois-Péchon vom Französischen Nationalarchiv hat sich beim International Tracing Service in Bad Arolsen zwei Tage lang mit der Datenbank und den Methoden der Recherche zu Einzelschicksalen und Themen vertraut gemacht. Das Französische Nationalarchiv, das im Dezember 2010 eine Kopie der Daten aus dem Archiv des ITS erhalten hatte, will künftig die Software für die Datenbank des ITS erwerben.

Leblois-Péchon wird sich mit einem kleinen Team um die Besucher des Französischen Nationalarchivs kümmern, die das OuS-Archiv, so die Bezeichnung der Datenbank, für Ihre Recherchen nutzen wollen. „Es ist sehr interessant, was ich gesehen habe“, sagte die Französin. „Natürlich braucht es Zeit, sich einzufinden. Aber ich hatte viel Gelegenheit anhand der von mir mitgebrachten Fälle zu trainieren und mit Mitarbeitern des ITS zu sprechen.“

Das Interesse an der nationalsozialistischen Verfolgung und der Zeit der Besatzung sei groß in Frankreich, betonte die Archivarin. „Ich bin mir sicher, dass viele Anfragen eintreffen werden, sobald wir die Möglichkeit der Datenbankrecherche veröffentlichen.“ Startpunkt soll im Sommer sein. Neben dem ITS und dem Französischen Nationalarchiv nutzen unter anderen auch Yad Vashem und das US Holocaust Memorial Museum das OuS-Archiv.