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Gespräch mit Forschern im Centrum Judaicum

Über die Forschungsmöglichkeiten beim Internationalen Suchdienst (ITS) hat Dr. Susanne Urban, Bereichsleiterin Forschung, am 12. Dezember 2011 im Centrum Judaicum in Berlin gesprochen. „Wenn wir keinen gemeinsamen Termin finden, um zu ihnen nach Bad Arolsen zu kommen, dann treffen wir uns eben hier“, sagte Dr. Hermann Simon, Direktor des Centrums, der zu der Veranstaltung eingeladen hatte. Die Idee zu dem Treffen hatte sich aus einem Besuch Simons im März 2011 entwickelt, als er sich über in der Wissenschaft noch nicht bekannte Sammlungen des ITS informierte.

Seinem Ruf ins Centrum Judaicum waren diesmal etwa 30 Wissenschaftler von Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Berlin, München und Hamburg gefolgt. Urban gab ihnen einen Überblick über die Bestände im Archiv des ITS, stellte interessante Dokumente vor und berichtete von ersten Forschungsvorhaben. In der anschließenden Diskussion erkundigten sich die Forscher vor allem nach den Arbeitsmöglichkeiten für Besucher im ITS, den Zugangsregelungen und dem Stand der Erschließung. Sie fragten aber auch gezielt nach einzelnen Projekten. „Ein solches Vernetzungstreffen ist wichtig, um die Bestände des ITS bekannter zu machen“, konstatierte Urban. „Zugleich ist es unabdingbar, dass wir gemeinsam mit Wissenschaftlern Expertengruppen bilden.“ Dies habe etwa die Forschungsarbeit zum Thema der Todesmärsche im Archiv des ITS gezeigt.

Ein weiteres Treffen im Centrum Judaicum, bei dem die im ITS bewahrte Kartei der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland im Mittelpunkt stehen sollen, ist für März 2012 vorgesehen. Hierbei soll eine konkrete Projektskizze diskutiert werden - von der Erschließung bis zu verschiedenen wissenschaftlichen Zugängen. „Ich freue mich, dass wir uns gemeinsam auf die Arbeit an einem Projekt einigen konnten.“