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„Gute und professionelle Perspektive für den ITS“

Ministerialdirigent Dr. Martin Ney und Harald Gehrig vom Auswärtigen Amt haben sich gestern persönlich ein Bild vom Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen gemacht. Ney ist in die Verhandlungen um die Zukunft des Suchdienstes involviert, Gehrig der Vertreter der Bundesrepublik im Internationalen Ausschuss. Das Gremium aus elf Mitgliedsstaaten legt die Richtlinien für die Arbeit des ITS fest. „Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man sich ein Bild vom Grünen Tisch in Berlin aus oder direkt vor Ort macht“, sagte Ney. „Ich bin beeindruckt von der mühsamen, und dennoch so professionellen Arbeit der Mitarbeiter.“

Die beiden Vertreter des Auswärtigen Amtes erhielten einen Einblick in das Archiv, die Digitalisierung der Dokumente, die Anfragenbearbeitung und den Aufbau der Forschung. Sie führten darüber hinaus ein ausführliches Gespräch mit ITS-Direktor Jean-Luc Blondel. „Es ist eindrucksvoll, mit wie vielen Schicksalen man hier konfrontiert wird“, äußerte Gehrig. „Diese dürfen nicht dem Vergessen anheim gestellt werden. Durch die Forschung und Pädagogik werden sie weiterleben.“

Gerade die Möglichkeiten der Forschung würden durch die neuen Verträge über die Zukunft des ITS verbessert, versicherte Ney. „Das bis jetzt erzielte Verhandlungsergebnis ist ein sehr gutes. Es gestaltet den Übergang in der Aufgabenstellung der Einrichtung. Die bisherige Hauptaufgabe der Suche und Auskunft für Betroffene wird um die Erschließung, Forschung und Pädagogik erweitert.“ Die nächste Verhandlungsrunde ist für November 2011 vorgesehen, im Frühjahr 2012 sollen die Verträge stehen. Neuer Partner soll ab 2013 das Bundesarchiv werden, wenn sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz zurückzieht. „Die künftige Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv wird eine gute und professionelle Perspektive für den ITS eröffnen“, so Ney.