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Informationsbesuch vom Justizministerium Belarus

Olga Birukova und Marina Zhandarova vom Justizministerium in Belarus.

Olga Birukova und Marina Zhandarova vom Justizministerium in Belarus haben Anfang Dezember 2012 drei Tage beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen verbracht. „Wir wollten wissen, wie in diesem Archiv gearbeitet wird und welche Dokumente vorhanden sind“, erklärte Birukova.

Im Justizministerium in Minsk ist die Weißrussin stellvertretende Direktorin der Archivverwaltung, von wo aus werden alle Archive des Landes geleitet werden. Zhandarova ist als Abteilungsleiterin zuständig für internationale Verträge. „Uns erreichen noch zahlreiche Anfragen zum Zweiten Weltkrieg. Dabei ist der ITS ein wichtiger Partner“, sagte Zhandarova. „Wir können den Menschen nun gezielt Auskunft geben, was der ITS an Informationen und Dokumenten bereit hält.“

Viel Interessantes hätten sie erfahren, berichteten die beiden Besucherinnen. „Der ITS ist in unseren Augen sehr leistungsstark. Wir haben in alle Arbeitabläufe Einblick nehmen können. Dadurch lässt sich für uns genau nachvollziehen, wie die Dokumente eingesetzt und daraus Informationen gewonnen werden.“

Begeistert zeigten sich die Weißrussinnen von der Abteilung Suchdienst und Schicksalsklärung. „Das Verhältnis der Mitarbeiter zu ihrer Arbeit ist bewunderswert, da sie sich persönlich so stark einbringen.“ Ähnlich seien die Erfahrungen und Anforderungen im Bereich der Digitalisierung. „Hier stehen wir in unseren Archiven noch weitgehend am Anfang“, so Birukova. „Aber die Digitalisierung ist nicht mehr wegzudenken und angesichts des Zustandes des Papiers auch notwendig, um die Dokumente langfristig zu erhalten.“ Über ihre Erfahrungen in Bad Arolsen wollen die Beiden auch in der Zeitschrift und auf der Website des Justizministeriums berichten.