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ITF trifft ITS

Botschafter Karel de Beer, Vorsitzender der Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance, and Research (ITF) hat den Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen bei seinem heutigen Besuch zur Zusammenarbeit aufgefordert. „Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig dazu inspirieren“, sagte de Beer. „Für mich hat die Kooperation und Vernetzung der Organisationen, die sich mit dem Thema Holocaust befassen, oberste Priorität.“

Zusammen mit Marcel Floor, dem Leiter der niederländischen Delegation beim ITF, besuchte der Botschafter erstmals den ITS. Er machte einen Rundgang durch die verschiedenen Bereiche des Archivs und nahm Einblick in die Art der Anfragen sowie die neuen Projekte auf dem Gebiet der Forschung und Bildung. „Ich finde die Vorstellungen, die ich mir gemacht hatte, bestätigt“, so de Beer. „Der ITS ist eine Organisation, die lebt und arbeitet. Ich hoffe, dass sie sich noch stärker international orientieren wird. Sie muss mehr nach außen treten und ihre Relevanz für die Gesellschaft deutlich machen.“

Vor allem zu Universitäten und jungen Historikern solle der ITS Verbindungen aufbauen. Gerade mit Blick auf Osteuropa gebe es hier enorme Potenziale. „Die osteuropäischen Länder sind noch am Anfang der Auseinandersetzung mit ihrer jüngsten nationalen Geschichte“, äußerte de Beer. „Der ITS kann hier viel beisteuern.“

Auch in den Arbeitsgruppen der Task Force wünscht sich de Beer eine Beteiligung des ITS. „Ich kann mir auf Anhieb mindestens vier Punkte vorstellen, bei denen wir zusammenwirken können“, sagte de Beer. Die ITF, die 1998 als eine zwischenstaatliche Organisation gegründet wurde, hat sich der Bildung, Erinnerung und Forschung über den Holocaust verschrieben. Sie bringt das Thema auf die politische Agenda, fördert das Gedenken, koordiniert Forschungsvorhaben, unterstützt Lehrerfortbildungen und Studienreisen. Gleichzeitig setzt sich der ITF für die freie Zugänglichkeit von Archiven ein. Aktuell hat die Organisation 28 Mitgliedsstaaten.