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ITS-Ausstellung zu Todesmärschen im Konrad-Zuse-Musem Hünfeld

Die Wanderausstellung „Spurensuche - Die Todesmärsche in den Dokumenten des International Tracing Service (ITS)“ wird bis Ende April im Konrad-Zuse-Musem Hünfeld gezeigt. Sie gibt Einblicke in die Dokumentenbestände des ITS zu diesem Thema und stellt Einzelschicksale sowie das Empfinden Überlebender vor. Die Todesmärsche gelten als das letzte organisierte Massenverbrechen des nationalsozialistischen Deutschland.

Zum 68. Jahrestag des Todesmarsches der KZ-Häftlinge der Frankfurter Adler-Werke über Hanau, Fulda und Hünfeld nach Buchenwald will das Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld mit der Ausstellung auf dieses Verbrechen aufmerksam machen. Nach einem viertägigen Marsch waren die Häftlinge aus dem KZ-Außenlager Katzenbach damals in Hünfeld angekommen und hier in Bahnwaggons Richtung KZ Buchenwald verladen worden.

Von den rund 300 Häftlingen aus dem Außenlager überlebten das Grauen nur 40. Viele waren unterwegs durch ihre Bewacher kaltblütig ermordet worden, weil sie, geschwächt nach langer Lagerzeit, die unmenschlichen Strapazen nicht durchstanden. Auch in Hünfeld, so Zeitzeugenberichte, war noch ein KZ-Häftling erschossen worden.

Auf sieben Bannern (Roll-Up), die auf der Grundlage neu gehobener Dokumente entwickelt wurden, führt die Ausstellung zunächst durch einen kurzen Text in die Thematik ein. Danach werden die Herkunft und Vielfalt der Dokumente beschrieben. Im Anschluss folgen zwei Biografien von Opfern der Todesmärsche, deren sterbliche Überreste identifiziert werden konnten. Als Überleitung zu einer dritten Biografie dienen Erinnerungssplitter Überlebender an die Todesmärsche, die Dokumenten des ITS entnommen wurden.

Wanderausstellung „Spurensuche - Die Todesmärsche in den Dokumenten des International Tracing Service (ITS)“
Konrad-Zuse-Museum Hünfeld
täglich von 15 bis 17 Uhr (außer Montag und Donnerstag)
Kirchplatz 4-6
36088 Hünfeld
Tel.: 06652/919884