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Konsul der Ukraine besucht ITS

Volodymyr Kahrchenko, Konsul vom Generalkonsulat der Ukraine in Frankfurt/Main, hat heute den Internationalen Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen besucht. Anlass seines Besuches war die Recherche nach Dokumenten zur Tragödie in Babi Yar. „Das Außenministerium in Kiew möchte anlässlich des Jahrestages der Tragödie eine Ausstellung von Dokumenten präsentieren“, sagte der Konsul. „Die Unterlagen helfen, an die Opfer zu erinnern.“

Am 29. und 30. September 1941 erschossen Angehörige der Einsatzgruppe C gemeinsam mit Einheiten der Wehrmacht mehr als 30.000 Juden aus Kiew und Umgebung. Es war die größte Erschießungsaktion des nationalsozialistischen Deutschland im Rahmen des Eroberungs- und Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion und des Holocaust. Eine CD mit Kopien von Unterlagen über das Massaker in Babi Yar hat ITS-Vizedirektor Djordje Drndarski dem Konsul übergeben. „Der ITS unterstützt mit Hilfe seines Archivs gerne die Erinnerungsarbeit in der Ukraine“, so Drndarski.

Unter den Dokumenten befindet sich ein Bericht der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes in der UdSSR sowie Auszüge aus einem Bericht, der nach dem Krieg über die Stadt Kiew während der deutschen Besatzung erstellt wurde. Während seines Aufenthaltes nahm sich der Konsul auch die Zeit für eine kurze Führung durch das Archiv.