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Kooperation mit der Holocaust Survivors’ Friendship Association (HSFA) in Großbritannien

Eugene Black (2. von rechts) mit Schülern

Aus einem Besuch des Holocaust-Überlebenden Eugene Black und seiner Tochter Lilian, die vor einigen Jahren seine Dokumente beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen eingesehen haben, hat sich eine enge Zusammenarbeit mit der Holocaust Survivors’ Friendship Association (HSFA/Freundeskreis von Holocaust-Überlebenden) in Leeds ergeben. „Dank des Heritage Lottery Funds in Großbritannien konnten wir ein Projekt starten, bei dem unsere Mitglieder, die heute in Yorkshire leben, ihre Verfolgungsgeschichte dokumentieren und diese Schulen, Fachhochschulen, Universitäten und örtlichen Initiativen zur Verfügung stellen“, erklärte Lillian Black, Vorsitzende der HSFA.

Zusätzlich bilden die Überlebenden die nächste Generation an Ehrenamtlichen aus, die diese Geschichten und Lektionen aus der Vergangenheit für den Kampf gegen jede Form von Verfolgung einsetzen können. Als ein Teil des Projektes und in Zusammenarbeit mit dem ITS werden die digitalen Dokumente zu den überlebenden Mitgliedern einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Diese liefern den Beweis für die systematische Verfolgung der Überlebenden und für das Ausmaß an Organisation und Bürokratie, das dieser zugrunde lag.

„Wenn unsere Mitglieder während der Vorträge ihre Dokumente zeigen, sind die Menschen einfach nur erstaunt über die detaillierte Erfassung in den Lagern, die Häftlingspersonalkarten, die Transportlisten und sogar Krankenberichte. Dies regt die jungen Menschen zum Nachdenken an. Sie sehen die Dimension des Holocausts, wie dieser passieren konnte, wer ihn ausführte und warum. Diese Dokumente verwenden zu können, hat den Vorträgen eine andere und zugleich wichtige Beweiskraft verliehen“, sagte Black. „Wir freuen uns sehr, dass wir so gute Kontakte, wenn nicht gar Freundschaften mit den engagierten Mitarbeitern des ITS aufbauen konnten. Wir arbeiten gemeinsam daran, die Lehren aus der Vergangenheit zu nutzen, um künftige Generationen über die Gefahren von Ausgrenzung und Verfolgung sowie die Bedeutung der Demokratie zu informieren.“