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Lehrerfortbildung „Deportationen – Gesellschaftliche Akteure und Handlungsoptionen“

Das Pädagogische Zentrum des Fritz-Bauer-Instituts Frankfurt/Main sowie die Initiative „Faites votre jeu!“ und der Internationale Suchdienst (ITS) haben am 22. November 2012 gemeinsam eine Lehrerfortbildung zum Thema „Deportationen – Gesellschaftliche Akteure und Handlungsoptionen“ angeboten. Die eintägige Veranstaltung fand am historischen Ort im ehemaligen Polizeigefängnis Klapperfeld statt.

14 Lehrer und Pädagogen informierten sich anhand von drei verschiedenen Workshops und mehreren Dokumentenpaketen aus dem Archiv des ITS über das Thema und Ansätze der Vermittlung. „Es entwickelte sich eine rege Diskussion über die mögliche Nutzung der Dokumente in der pädagogischen Arbeit vor allem mit Blick auf Fragen nach Handlungsoptionen und verschiedenen Möglichkeiten, einen Gegenwartsbezug herzustellen“, berichtete ITS-Mitarbeiter René Bienert.

Ein Beispiel von Deportationen aus dem Raum Düsseldorf erläuterte die Bürokratie und die Akteure auf der Seite der Täter. Zudem wurden Themen wie die Enteignung und damit der Raubzug durch Europa angesprochen. Die Vertiefungen durch einzelne Biografien ermöglichte es, die menschlichen Schicksale zu erfahren. Der Workshop „Eine Deportation in Fotografien“ des Pädagogischen Zentrums nutzte die Fotoserie von der Deportation aus Hanau vom 30. Juni 1942, um das Ereignis der Verschleppung aus einer hessischen Stadt anhand der Biografien der Menschen anschaulich zu machen.

„Die Reaktionen von Seiten der Teilnehmer auf den Fortbildungstag waren durchweg positiv“, so das Fazit von Bienert. „Mehrere Teilnehmer kündigten an, den ITS für eigene Recherchen etwa zur Vorbereitung von Unterrichtseinheiten nutzen oder mit ihren Schulklassen besuchen zu wollen.“