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„Lohnender, außerschulischer Lernort“

Christoph Stillemunkes und Guido Steffens vom Hessischen Kultusministerium haben sich am 2. Februar 2011 mit der Arbeit des Internationalen Suchdienstes (ITS) vertraut gemacht. „Ein informativer und zugleich sehr intensiver Besuch“, sagte Steffens, der am Staatlichen Studienseminar für Gymnasien in Offenbach tätig ist. „Wir haben feststellen können, dass der ITS ein lohnender außerschulischer Lernort ist.“

Die beiden Vertreter des Kultusministeriums verschafften sich einen Überblick über den Dokumentenbestand, dessen Digitalisierung und die Aufgabe der Schicksalsklärung. Den Schwerpunkt bildeten die neuen Akzente der Arbeit beim ITS, insbesondere die Forschung und die pädagogische Arbeit. „Wir konnten unsere Kenntnisse entschieden erweitern und vertiefen“, so Referatsleiter Stillemunkes. „Ich war verblüfft, dass hier noch 300 Menschen arbeiten“, ergänzte Steffens.

Sie führten Gespräche mit ITS-Direktor Jean-Luc Blondel und Historikerin Dr. Susanne Urban sowie mit zwei Lehrern aus Arolsen und Wolfhagen, die über unterrichtsnahe, gemeinsame Projekte mit dem Suchdienst berichteten. „Ich kann mir konkrete Projekte gut für Schüler und die Lehrerausbildung gut vorstellen“, äußerte Steffens. „Schüler können sich hier mit Methoden des forschenden und entdeckenden Lernens auseinandersetzen. Die Opfer haben einen Namen. Dadurch können die Ereignisse eine andere Bedeutung für die Schüler erhalten.“

Außerhalb von Nordhessen sei der ITS als Lernort noch wenig bekannt“, meinte Stillemunkes. „Wir wollen ihn befördern und sehen es als unsere Aufgabe an, Möglichkeiten aufzuzeigen.“