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MdB Björn Sänger beim ITS

Björn Sänger, Mitglied des Bundestages, hat sich gestern bei einem Besuch in Bad Arolsen mit der Arbeit des Internationalen Suchdienstes (ITS) vertraut gemacht. „Es war wichtig, die Institution sowie den Umfang der wertvollen Arbeit kennenzulernen“, so Sänger. „Die Aufarbeitung der Vergangenheit sowie die Auskunftserteilung an Opfer und Angehörige wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Erinnerungsarbeit spielen.“

Der Kommunal- und Bundespolitiker der FDP verschaffte sich während seines kurzen Besuchs einen Überblick über den Dokumentenbestand und dessen Digitalisierung. Den Schwerpunkt bildeten die neuen Akzente der Arbeit beim ITS, insbesondere die Forschung und die pädagogische Arbeit. ITS-Direktor Jean-Luc Blondel informierte während eines Gesprächs im Anschluss über die derzeitige Zukunftsdebatte im Internationalen Ausschuss, die damit verbundenen Veränderungen in der Leitung des ITS und die Bedeutung der neuen Aufgaben. „Der ITS ist auf dem Weg, ein Zentrum für Information, Dokumentation und Forschung zu werden. Für die zusätzlichen Aufgaben brauchen wir Historiker und Archivare, die diese Aufgaben übernehmen können“, betonte Blondel.

Sänger ist Mitglied des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages. Der ITS ist Zuwendungsempfänger der Bundesrepublik und erhält jährlich rund 14 Millionen Euro. Den Großteil des Budgets nehmen die Personalkosten mit einem Anteil von circa 86 Prozent in Anspruch. Die übrigen Kosten entstehen durch Sach- und Investitionsausgaben. „Die Bundesregierung ist in der Pflicht, die Arbeiten des ITS auch in Zukunft zu unterstützen“, unterstreicht Sänger. „Ich nehme die interessanten Eindrücke mit nach Berlin und werde die Kollegen für die Suchdienstarbeit sensibilisieren.“ Denn nicht nur für Deutschland, sondern für das Gedächtnis der Welt, sei der ITS von Bedeutung, so die Meinung von Sänger.