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Museo della Shoah sieht Potenzial für Kooperationen

Gründungsdirektor Marcello Pezzetti und seine Mitarbeiterin Sara Berger vom geplanten Museo della Shoah (Museum der Shoah) in Rom waren Mitte August für einen Tag zu Gast beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen. Sie wollten einen Überblick gewinnen über die Dokumentation im Archiv des ITS und die Arbeit der Einrichtung. „Es war sehr gut, sich ein Bild vor Ort zu machen“, sagte Pezzetti.

Lange Zeit habe es in Italien nur eine vage Vorstellung gegeben, was das Archiv des ITS an Dokumenten beinhalte. „Wir dachten, es handele sich überwiegend nur um Kopien“, so Berger. „Dieses Bild hat sich deutlich gewandelt. Es sind enorm viele Dokumente da, die auch für unser Museum sehr interessant sein werden.“ Zudem informierten sich die beiden Italiener über die Bearbeitung von Anfragen, die Digitalisierung der Dokumente, den Aufbau der Forschung, die Bibliothek und die angedachten pädagogischen Programme. „Uns sind dabei eine ganze Reihe von Ideen für künftige Kooperationen gekommen“, freute sich Pezzetti. „Ich habe hier eine große Professionalität erlebt. Und der Wille sich nach außen zu öffnen, ist bei den Mitarbeitern spürbar.“

Die Eröffnung des Museo della Shoah in Rom ist in etwa drei Jahren geplant. Zurzeit arbeiten zwölf Mitarbeiter an der Verwirklichung des Projektes mit. „Da wir von Null anfangen, würden wir gerne auf die Erfahrungen anderer Einrichtungen zurückgreifen“, sagte Pezzetti. „Wir könnten zum Beispiel einen Austausch von Mitarbeitern verabreden und junge Forscher durch Praktikumsplätze fördern.“ Um  über einen Grundstock an Dokumenten zu verfügen, wäre das Museum auch an Kopien von Dokumenten aus dem Archiv des ITS interessiert.