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Neue Abkommen zu Aufgaben und Management des ITS unterzeichnet

Die elf Mitgliedsstaaten des Internationalen Ausschusses für den Internationalen Suchdienst (ITS/International Tracing Service) in Bad Arolsen haben heute im Auswärtigen Amt in Berlin zwei neue Abkommen zu den künftigen Aufgaben und dem Management des ITS unterschrieben. „Wir sind zusammen gekommen, um eine historische Neustrukturierung des ITS zu beschließen“, sagte Harald Braun, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, anlässlich der Unterschriftenzeremonie.

Fragen und Antworten zu den neuen Abkommen

Die neuen Abkommen gewährleisteten die Fortsetzung der bisherigen Aufgaben, insbesondere die Suchtätigkeit und Schicksalsklärung, im Sinne der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung, erklärte Braun. „Gleichzeitig wird die Ausweitung der Aufgaben ermöglicht, damit der ITS schrittweise in ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung umgewandelt werden kann. Ich muss nicht betonen, wieviel der Bundesrepublik Deutschland daran liegt, die Erinnerung an das Schicksal der Opfer zu wahren.“

Neuer institutioneller Partner des ITS wird ab Januar 2013 das Bundesarchiv. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) wird sich nach knapp 57 Jahren aus der Leitung des ITS zurückziehen. Den Direktor des ITS bestimmt künftig der Ausschuss. „Die Vereinbarungen markieren einen Wendepunkt in der über 60-jährigen Geschichte der Einrichtung“, erklärte Frédéric Baleine du Laurens, Vorsitzender des Internationalen Ausschusses und Direktor der Archive im französischen Außenministerium. „Wir danken dem IKRK für die wunderbare Arbeit und sind uns sicher, dass auch das Bundesarchiv einen wertvollen und hoch geschätzten Beitrag leisten wird.“

Das Bundesarchiv sei „erfreut über das Vertrauen des Internationalen Ausschusses in seine Kompetenz“, äußerte Vizepräsidentin Angelika Menne-Haritz. Es werde den ITS insbesondere bei der Erschließung der Dokumente für die Forschung und der langfristigen Bestandserhaltung unterstützen. „Die Abkommen bieten eine starke Basis für den ITS“, versicherte Direktor Jean-Luc Blondel. „Mit ihnen wird die Zukunft der Institution am Standort Bad Arolsen dauerhaft gesichert.“