a A

Öffentlicher Zugang zu ITS Dokumenten im französischen Archives Nationales

Die Datenkopien der Dokumente des International Tracing Service (ITS) über NS-Verfolgung und die befreiten Überlebenden stehen nun auch in Frankreich für Recherchen zur Verfügung. Das Archives Nationales hat die Meldung zur Arbeit mit den digitalisierten ITS-Dokumenten nun auf seiner Website online gestellt. Überlebende, Angehörige und Nachfahren von Verfolgten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können einen Antrag stellen, um in dem Archiv im Datenbestand des ITS zu persönlichen Schicksalen oder Themen zu recherchieren. 

Nach England, Israel, den USA, Belgien und Luxemburg ist Frankreich das sechste Land, das den öffentlichen Zugang dieses bedeutenden Dokumentenbestands unterstützt, der seit 2013 Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes „Memory of the World“ ist. Polens Instytut Pamięci Narodowej (IPN) hat auch eine Kopie, die demnächst der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden soll. Alle genannten Länder gehören zu den elf Mitgliedstaaten des Internationalen Ausschusses, der die Aufsicht über die Arbeit des Dokumentationszentrums im Sinne der ehemaligen Verfolgten führt. Jeder der Mitgliedstaaten des Internationalen Ausschusses ist berechtigt, eine digitale Kopie der in Bad Arolsen vorhandenen Unterlagen für eine Partnerinstitution anzufordern, um international einen Zugang zu ermöglichen. Aufgrund des großen Datenbestands müssen die Institutionen jedoch auch den Rahmen dafür schaffen, die Arbeit mit den Dokumentenkopien zu ermöglichen.