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Pädagogen beschäftigten sich mit dem Thema „Displaced Persons (DPs)“

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Akademie der Gemeinschaft Evangelischer Erzieher (GEE), dem Jüdischen Museum Westfalen, dem Kinderlehrhaus zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Lernens e.V., des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen e.V. und dem International Tracing Service (ITS) Bad Arolsen hat Ende Februar 2014 eine Fortbildung zum Thema „Displaced Persons nach 1945: Zwischenleben im Transit“ im westfälischem Dorsten stattgefunden. 17 Pädagogen der schulischen und außerschulischen Bildung nahmen Einblick in die Situation und die Lebenswege jüdischer Überlebender, um pädagogische Ansätze zu finden und zu diskutieren.

Für die meisten Lehrkräfte war das Thema in seiner Vielfalt neu und so wurde, ausgehend von den individuellen Fachkombinationen, Schulformen und pädagogischen Bedürfnissen, multiperspektivische Aspekte wie die Versorgung der Displaced Persons (DPs) durch die Alliierten, die Repatriierung, die Situation der Kind-Überlebenden oder die Auswanderungsbestrebungen überlebender Juden diskutiert. In den Fokus gerieten dabei immer wieder Fragen nach Handlungsoptionen Alliierter und Überlebender, dem Beziehungsdreieck Alliierte-DPs-Deutsche, dem Lebensmut der Holocaust-Überlebenden oder Identitäten.

„Das Thema DPs bietet unglaublich viele Aspekte. Die Akten des ITS, insbesondere die Fragebögen, in denen die Geschichte der DPs niedergeschrieben ist, sind für den Unterricht wertvoll. Methodisch bietet sich hier der Perspektivwechsel an“, so Gymnasiallehrer Claudio Mileti. Hauptschullehrer Josef Ranker unterstrich, dass Dokumente berühren müssen. Menschliche Geschichten seien Notwendig, um Geschichte zu erzählen und zu vermitteln. Abgerundet wurde der Tag in Dorsten mit einem Vortrag von Dr. Susanne Urban, Leiterin der Forschung und Bildung beim ITS, im Jüdischen Museum Westfalen. 30 Gäste interessierten sich für das Schicksal jüdischer Überlebender und die Dokumentation im Archiv des ITS.