a A

Regierungspräsident Klein besuchte Internationalen Suchdienst

Der Kasseler Regierungspräsident Lutz Klein hat am 27. April 2009 den Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen besucht. Er ließ sich die Bestände des Archivs zeigen und führte Gesprächen mit ITS-Direktor Jean-Luc Blondel sowie Archivleiter Udo Jost. „Der Internationale Suchdienst ist auch 64 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Terrorherrschaft eine ebenso notwendige wie gefragte Institution“, sagte Klein.

Inhalt der Gespräche waren unter anderem die Zukunftsperspektiven des Suchdienstes, das Interesse der Forschung an der Einrichtung sowie Anfragen von NS-Opfern und ihren Familienangehörigen. Anhand der Zentralen Namenkartei und der Computerdatenbanken erfuhr der Regierungspräsident von der aufwändigen Recherchearbeit des ITS.

Durch die Aufsicht über die Sach- und Personalkosten des Sonderstandesamtes Bad Arolsen ist das Regierungspräsidium Kassel direkt mit der Arbeit des Internationalen Suchdienstes verbunden. Das Sonderstandesamt hat die Aufgabe, die Sterbefälle aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern im In- und Ausland zu beurkunden. Die Urkunden werden im Namen der NS-Opfer vom ITS angefordert. „Sie sind erforderlich, um beispielsweise Wiedergutmachungsansprüche zu erheben oder Rückgabefragen zu klären“, informierte ITS-Direktor Blondel. Für zahlreiche Opfer haben sie aber auch einen ideellen Wert, da sie das genaue Todesdatum ausweisen und damit den Tag der Trauer ermöglichen.