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Struktur des EHRI-Archivportals gewinnt Gestalt

Vom 9. bis 11. Mai 2012 hat Archivar Karsten Kühnel, Abteilungsleiter Erschließung beim Internationalen Suchdienst (ITS/International Tracing Service), an einem Meeting des Arbeitskreises für Standards und Richtlinien des Archiv- und Forschungsportals EHRI (European Holocaust Research Infrastructure) teilgenommen. Das Treffen im Finnischen Nationalarchiv von Helsinki diente der Erstellung eines Berichts über Standards, deren Beachtung es Archiven und anderen Institutionen ermöglichen soll, ihre Beschreibungsdaten problemlos im EHRI-Portal recherchierbar zu machen.

Das im November 2010 gestartete EHRI-Projekt mit 20 Partnerorganisationen aus 13 Ländern - darunter auch dem ITS - will ein Online-Portal schaffen, das einen Überblick über die derzeit weltweit verstreuten Archivmaterialien zum Thema Holocaust geben wird. Da EHRI nur auf elektronisch strukturierte Daten zugreifen kann, ist eine Konversion der Findmittel und Archivbeschreibungen in einen technischen, möglichst einheitlichen Standard nötig.

Um sich weitgehend an den Gegebenheiten der beteiligten Partnerorganisationen zu orientieren, hat der EHRI-Arbeitskreis für Standards und Richtlinien in den vergangenen Monaten umfassende Daten mittels eines Onlinefragebogens erhoben. Abgefragt wurde der aktuelle Stand bei klassisch-archivalischen, bibliothekarischen und audiovisuellen Sammlungen sowie bei weiteren Sondersammlungen einzelner Institutionen. „Für den ITS zeigte sich, dass sich die Produkte seiner Erschließungssoftware optimal für die unkomplizierte Integration in das EHRI-Portal eignen, da sie den bevorzugten Standards völlig entsprechen“, so Kühnel.

Des Weiteren befassten sich die Teilnehmer mit den Richtlinien, die potentiellen Datenlieferanten an die Hand gegeben werden sollen. Darin sollen diese erfahren, wie ihre Daten in EHRI bestmöglich suchfähig und findbar werden. Außerdem sollen die Richtlinien informieren, wie die Sammlungsbeschreibungen der Archive in EHRI durch nutzergenerierte Inhalte (Web 2.0) angereichert werden können.

Foto v.l.n.r.: Markus Merenmies (Finn. Nationalarchiv), Karsten Kühnel (ITS), Petra Links (NIOD), Peter Horsman (NIOD), Linda Rejnhoudt (DANS)