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Suchdienst Thema bei Jahreskonferenz der GSA

Professor Rainer Hering, Leiter des Landesarchivs von Schleswig-Holstein, hat sich Mitte Juli einen Tag lang über die neuesten Entwicklungen beim Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen informiert. Hering wird am 8. Oktober 2010 im kalifornischen Oakland an einem Runden Tisch der „German Studies Association“ (Deutsche Studien-Vereinigung/GSA) zum Thema „Endlich offen: Die ITS Dokumente in Bad Arolsen“ teilnehmen. „Ich bin beeindruckt, was sich seit meinem letzten Besuch vor drei Jahren alles verändert hat“, sagte Hering.

Neben seinem Job im Landesarchiv lehrt der Wissenschaftler an den Universitäten von Hamburg und Kiel. Zugleich vertritt er Deutschland in der GSA im Bereich Archivwesen. Die Vereinigung aus den USA spricht alle Wissenschaftler an, die sich auf nationaler wie internationaler Ebene mit Studien zu deutschen Themen befassen. „Die Forscher haben viele Jahre für die Öffnung des ITS-Archivs gekämpft. Deshalb ist das Thema hoch emotional“, erläuterte Hering.

Auf der 34. Jahreskonferenz der Vereinigung mit etwa 1500 Teilnehmern wird er über die Zugänglichkeit der Dokumente, die Datenbank des ITS und die Forschungsmöglichkeiten informieren. „Die Wissenschaftler haben ein hohes Interesse daran zu erfahren, wie es läuft“, so der Archivleiter. „Diese kann ich jetzt ganz anders beurteilen, nachdem ich persönlich hier war.“

Auch das Archiv von Schleswig-Holstein hat bereits von der Öffnung des ITS profitiert. Bei seinem letzten Besuch in Bad Arolsen hatte Hering Dokumente zur NS-Verfolgung in Schleswig-Holstein entdeckt, die ihm bislang nicht bekannt waren. Dazu zählten unter anderem Unterlagen aus dem Gefängnis von Neumünster. „Der ITS hat uns zwischenzeitlich eine Aufstellung aller Dokumente zu unserer Region überreicht, die wir in unser Archiv integrieren konnten“, berichtete Hering.