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TU Darmstadt erkundet Forschungsmöglichkeiten

Eine Gruppe von zehn Professoren, Doktoranden und Studenten des Fachbereichs Geschichte der Technischen Universität Darmstadt hat sich Anfang März für einen Tag über den Internationalen Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen informiert. Es ging darum, die Bestände des Archivs und die Möglichkeiten der Forschung besser kennen zu lernen. Auch eine erste Zusammenarbeit im Rahmen eines Lehrauftrages ist geplant. „Das Interesse der Geschichtsstudenten am Thema Nationalsozialismus hält an“, sagte Professor Christoph Dipper. „Wir wollen daher den Kontakt zum ITS intensivieren.“

Während der Führung stellte ITS-Historikerin Susanne Urban der Gruppe die Archivbestände Konzentrationslager, Zwangsarbeit und Displaced Persons vor. Von der Menge der Unterlagen zeigte sich Doktorand Holger Köhn überrascht. „Beim ITS gibt es zu so vielen Themen Material, das konnte ich mir vorher nicht vorstellen.“ Köhn schreibt derzeit an seiner Dissertation zum Thema Displaced Persons in der amerikanischen Besatzungszone. „Während des Rundgangs habe ich Ordner zu den DP Camps gesehen, die ich genauer untersuche. Ich konnte mich kaum lösen, so begeistert war ich“, berichtet der 37-Jährige.

Die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt werde in den kommenden Monaten noch intensiviert werden, versicherte Urban. Einige Teilnehmer der Besuchergruppe wollen für ihre jeweiligen Forschungsvorhaben zu einer längeren Recherche im Archiv zurückkehren. Urban selbst wird im Rahmen eines Lehrauftrages das DP Camp Zeilsheim in den Fokus nehmen. Hierzu hatte sie in der Vergangenheit mit Darmstädter Studierenden bereits eine virtuelle Ausstellung erarbeitet. „Nun werden wir im kommenden Semester eine tiefere Recherche insbesondere zu den Einzelschicksalen anschließen.“