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Wechsel in Genf

Barbara Hintermann, Leiterin Operationen West (Nordamerika und Europa) beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat sich heute persönlich ein Bild von der Arbeit des Internationalen Suchdienstes (ITS) in Bad Arolsen gemacht. Seit dem 1. Juni 2010 hat Hintermann die administrative Verantwortung für den ITS am Hauptsitz des IKRK in Genf von Beat Schweizer, dem bisherigen Stellvertretenden Generaldirektor des IKRK, übernommen. „Ich bin tief beeindruckt von der Dimension des Archivs über die NS-Verfolgung und von der Arbeit, die hier geleistet wird“, so Hintermann.

Die IKRK-Verantwortliche versicherte, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz bis zu seinem geplanten Rückzug aus der Leitung des ITS Ende 2012 weiterhin mit vollem Engagement den allmählichen Veränderungsprozess von einem Suchdienst zu einem Archiv für die Forschung begleiten werde. „Der ITS erfüllt eine dankbare Aufgabe. Bis heute kann er wichtige Antworten zum Schicksal von Verfolgten geben“, sagte Hintermann.

Schweizer betonte, dass die Bearbeitung von Anfragen von Überlebenden der NS-Verfolgung und ihren Familienangehörigen ein wichtiges Kernstück des ITS bleiben werde. „Daran, wie effektiv und zuverlässig der ITS diese Anfragen beantwortet, wird die Einrichtung auch in Zukunft gemessen werden“, sagte Schweizer. Dank der neuen Verträge, die der Internationale Ausschuss als Kontrollorgan des ITS zurzeit aushandelt, würde zugleich das Mandat des ITS auf eine breitere und langfristig gesicherte Basis gestellt. „Neue Bereiche, wie die Forschung oder die Erschließung der Dokumente, erhalten dadurch eine formelle Grundlage. Zudem wird der ITS als eine eigenständige Einrichtung fortgeführt, die einen neuen institutionellen Partner bekommt“, berichtete Schweizer. „Der Moment hierfür ist gut gewählt und deshalb reiche ich frohen Herzens die Verantwortung für den ITS weiter.“