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Fachvortrag zur Erinnerungspolitik

„Erinnerung und Kalter Krieg. Die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Völkermord im geteilten Deutschland“

Über Jahrzehnte war die jeweilige staatliche Auseinandersetzung mit der Ermordung der deutschen und europäischen Juden in der Bundesrepublik und in der DDR von großer Zurückhaltung geprägt. Gleichzeitig zählte der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit in den Kontroversen der beiden deutschen Staaten zu den umstrittensten Themen. Der Vortrag von Gerd Kühling am 1. Dezember 2016 beim International Tracing Service (ITS) widmet sich diesen Konflikten und den unterschiedlichen Ausprägungen von „Vergangenheitsbewältigung“ in Ost und West. Beleuchtet wird dabei insbesondere die geteilte Stadt Berlin, wo die geschichtspolitischen Kontroversen besonders ausgeprägt in Erscheinung traten.

Kühling, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, ist Co-Autor der ITS-Publikation „Die Deportation der Juden aus Deutschland und ihre verdrängte Geschichte nach 1945“. Diese wissenschaftliche Publikation des ITS ist im Sommer 2016 im Wallstein Verlag erschienen und kann nach der Veranstaltung erworben werden. Akim Jah, Mitherausgeber des Buches und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim ITS, führt in den Vortrag ein.

Vortrag
„Erinnerung und Kalter Krieg. Die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Völkermord im geteilten Deutschland“
Donnerstag, 1. Dezember 2016 um 17.00 Uhr
International Tracing Service (ITS)
Große Allee 5-9
34454 Bad Arolsen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenlos. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!