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Kurzfilm „Mein letztes Konzert“

Am Vorabend des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar laden der International Tracing Service (ITS), das Christian Daniel Rauch-Museum und das Historicum 20 zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion ein. Der mehrfach preisgekrönte Kurzfilm „Mein letztes Konzert“ von Selcuk Cara erzählt die Geschichte einer jüdischen Pianistin, die als Kind den Holocaust überlebt hat. Als Ort für ihren letzten Auftritt wählt sie die Stadt, in der sie siebzig Jahre zuvor einen geliebten Menschen verloren hat.

Aus dem Gutachten der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW): „Eine Pianistin blickt auf ihr langes Leben zurück: Der Blick in einen Spiegel zeigt das Gesicht einer alten Frau. Ein Gesicht, welches Würde, aber auch Zeichen von großem Erleben, von Leid und Schmerz, von Erfolg und Niederlagen ausdrückt. Ein faszinierend schönes Gesicht. Dazu Reflexionen im Off - stimmig, philosophisch, schmerzlich.“ Mit nur wenigen Worten und in eindrucksvollen Bildern gibt der Film die beklemmende Atmosphäre von Ausgrenzung, Angst und Verfolgung wieder. „Ich halte ihn für einen der durchdachtesten Filme über die schreckliche Zeit des Holocaust, den ich je gesehen habe“, sagt der Klarinettist Giora Feidman, der den Film musikalisch begleitet hat.

Der Opernsänger, Filmemacher und Autor Selcuk Cara wird den Abend mit einer Einführung beginnen. Er erklärt, warum er als türkischstämmiger Deutscher einen Film über den Holocaust produziert hat und liest eine Textpassage aus seinem Spiegel-Bestseller „Türke, aber trotzdem intelligent“. Nach der Filmvorführung beantwortet Selcuk Cara gerne Ihre Fragen.

Filmvorführung und Diskussion
„Mein letztes Konzert“
Donnerstag, 26. Januar 2017, um 19.30 Uhr
Museum Bad Arolsen
Schlossstraße 30, 34454 Bad Arolsen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist kostenlos. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Weitere Informationen zu Selcuk Cara und Stimmen zum Film sowie zum Buch: