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Überlebt – befreit – heimatlos: Displaced Persons in Arolsen

Mit Displaced Persons (DPs) - wie die Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung nach ihrer Befreiung durch die Alliierten genannt wurden - lässt sich in Bad Arolsen durchaus eine zweifache und janusköpfige (Vor)Geschichte verbinden: Während der NS-Zeit war Arolsen Standort einer SS-Führerschule und eines Außenlagers des KZ Buchenwald. Nach 1945 wird Arolsen der Ort, an dem alliierte Organisationen, welche die Hilfe für Millionen jener DPs übernommen hatten, sukzessive ihre Hauptquartiere einrichteten - und mit ihnen der ITS.

Darüber, dass es nach 1945 Displaced Persons auch in Arolsen gegeben hat, ist bisher allerdings wenig bekannt. Was aber lässt sich sagen über die Existenz von DPs und DP-Camps in Arolsen? Welche DPs waren in Arolsen und woher stammten sie? Wo lebten und arbeiteten sie? Wie wirkte sich die unmittelbare Nachbarschaft der Alliierten und Hilfsorganisationen aus? Wie war das Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung? Aspekte wie diese sollen schlaglichtartig beleuchtet und weitere Fragestellungen sowie mögliche Perspektiven aufgezeigt werden.

Der Vortrag ist ein Beitrag zum 70. Jahrestag von Befreiung und dem Ende der NS-Herrschaft.

Überlebt – befreit – heimatlos: Displaced Persons in Arolsen
Spurensuche und Perspektiven vor Ort
Vortrag von René Bienert (ITS Bad Arolsen)
19. Januar 2015 um 19.30 Uhr
Christian Daniel Rauch-Museum Bad Arolsen