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"Wohin sollten wir nach der Befreiung?"

Bei Kriegsende hatten die Alliierten mindestens sieben Millionen ehemalige KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene auf dem Gebiet der späteren drei westlichen Besatzungszonen befreit. Sie galten als Displaced Persons (DP’s), da sie das Kriegsende außerhalb ihres Herkunftslandes erlebten. Während die meisten von ihnen 1945 noch repatriiert wurden, lebten andere noch jahrlang in Transitlagern, unter ihnen auch viele jüdische DP’s. Zu dieser Thematik hat der International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen eine Wanderausstellung mit dem Titel „Wohin sollten wir nach der Befreiung? Zwischenstationen: Displaced Persons nach 1945“ erarbeitet, die vom 21.6. – 30.8.2015 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen gezeigt wird.

Die Ausstellung wurde gefördert aus Mitteln der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ). Sie gibt erstmals eine Übersicht über die wenig bekannte Geschichte der Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland. Die Ausstellung basiert vor allem auf dem umfangreichen Sammlungsbestand des ITS, einem weltweit einzigartigen Archiv, das insgesamt etwa 30 Millionen Dokumente umfasst, die Informationen über die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und das weitere Schicksal der Überlebenden enthalten.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 21. Juni 2015 um 14:30 Uhr lädt die Gedenkstätte Bergen-Belsen herzlich ein. Dr. Susanne Urban, die Leiterin der Abteilung Forschung und Bildung beim ITS, wird in einem Einführungsvortrag Konzept und Inhalt der Ausstellung erläutern.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Gedenkstätte Bergen-Belsen
Anne-Frank-Platz
29303 Lohheide