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Ein Mahnmal aus Papier

Rund 30 Millionen Dokumente im Archiv des International Tracing Service (ITS) geben Auskunft über die Schicksale von NS-Verfolgten. Die Originalbestände gehören seit 2013 zum UNESCO-„Memory of the World“, dem Gedächtnis der Welt. Die Dokumente im Archiv des ITS beziehen sich auf drei zentrale Themen: Inhaftierung, Zwangsarbeit sowie die befreiten Überlebenden.

  • Informationen über Inhaftierung befinden sich im Dokumentenbestand aus Konzentrations- und Vernichtungslagern, Ghettos und Gestapogefängnissen. Über das Schicksal der Zwangsarbeiter geben unter anderem akribisch geführte Arbeitsbücher und Meldekarten Auskunft. Umfangreich ist auch der Bestand von Dokumenten über die befreiten Überlebenden, die von den Alliierten als Displaced Persons bezeichnet wurden. Anhand dieser Unterlagen lässt sich die Arbeit der Alliierten unmittelbar nach Kriegsende sowie der ITS-Vorgänger-Institutionen nachzeichnen. Aus dieser Arbeit entstand die ebenfalls zum Weltdokumentenerbe zählende Zentrale Namenkartei mit rund 50 Millionen Hinweiskarten zum Schicksal von 17,5 Millionen Menschen.

    Die Vielzahl der Dokumente vergegenwärtigen die Verbrechen von Nazi-Deutschland und deren Auswirkungen – bis in die zweite und dritte Generation der Angehörigen. Diese Dokumente zu bewahren und zugänglich zu machen, ist eine dringliche Aufgabe des ITS-Archivs.
    Thomas Buergenthal

    Die Dokumente in Bad Arolsen stellen ein ehrwürdiges Mahnmal dar, das vertrauensvoll zu Ehren der Millionen Opfer des Holocausts und anderer Naziverbrechen verwahrt wird.

    Thomas Buergenthal, Überlebender

Sammlung

Die Alliierten entschieden nach 1945, dass alle erhaltenen Dokumente der Verfolgung an zentraler Stelle gesammelt werden sollten. Daraus wuchs das Archiv des ITS

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Bestandsüberblick

Verzeichnisse und Findbücher geben eine erste Orientierung, welche Dokumentenbestände beim ITS eingesehen werden können.

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