a A

Die Findbücher des ITS

ITS 1 - Child Search Branch (Kindersuchdienst)

Das Findbuch umfasst Akten des Kindersuchdienstes (Child Search Branch) aus der Zeit zwischen 1945 und 1955. Der Bestand enthält überwiegend Korrespondenzen im Rahmen der Suche nach vermissten Kindern und im Rahmen der Identifizierung und Betreuung allein aufgefundener Kinder (unaccompanied children). Ferner sind zahlreiche von UNRRA- bzw. IRO-Mitarbeitern angefertigte Feld-, Monats- und Jahresberichte, die sich dem im steten Wandel befindlichen Aufbau und der Organisation des Child Search Branch widmen, aber auch die Aufgaben dieser Institution und ihre Ergebnisse thematisieren. Derzeit sind darin 363 Akteneinheiten beschrieben. Die Titel sind in englischer Sprache als der Sprache der Archivalien aufgenommen.

Zum Findbuch

R 1 - Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt

In diesem Findbuch werden die Unterlagen der Herkunftsstelle Generalbauinspektor (GBI) unabhängig von ihrer derzeitigen Teilbestandszugehörigkeit im ITS zusammengefasst. Dafür wurde jede Archivalieneinheit neu verzeichnet. Teilweise handelt es sich um eine Ersterschließung von Unterlagen. In die Erschließung integriert wurden sowohl bisher nicht inventarisierte als auch die bereits im digitalen Bestand vorhandenen Dokumente. Der Bestand umfasst 105 Archivalieneinheiten von circa 2,5 laufenden Metern.

Zum Findbuch

R 2 - Akten der Geheimen Staatspolizei (Gestapo)

Das Findbuch umfasst 467 im Original vorhandene zwischen 1933 und 1945 entstandene Personen-Einzelfallakten (Personenakten) der Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf sowie deren Außendienststellen Essen, Duisburg und Krefeld, der Gestapo Linz, der Gestapo KZ Neuengamme, der Gestapo KZ Sachsenhausen sowie aus dem der Gestapo Stuttgart unterstehenden Arbeitserziehungslager Rudersberg.

Zum Findbuch

NS 1 - Dokumente des SS-Vereins „Lebensborn"

Im Sommer 1948 erhielt der Internationale Suchdienst vom Berlin Document Center den größten Teil der Reste der schriftlichen Überlieferung des SS-Vereins „Lebensborn“, die bei Kriegsende in Oberbayern vor der Vernichtung hatten gerettet werden können. In den 529 Akten der Hauptabteilung Gesundheitswesen, des Vorstands und einer umfangreichen Privatkorrespondenz des Lebensborn-Chefarztes und Heimleiters Gregor Ebner spiegelt sich ein zentraler Wirkungsbereich dieser rassepolitischen SS-Organisation wider.

Zum Findbuch

M 1 - Kriegsgerichte der Deutschen Wehrmacht

Im Findbuch sind 679 Prozessakten gegen ausländische Angehörige der Deutschen Wehrmacht beschrieben. Die Prozesse fanden zwischen 1940 und 1945 vor Wehrmachts-Kriegsgerichten statt und beziehen sich vorwiegend auf Vorfälle an den östlichen Frontabschnitten. Bei den Unterlagen handelt es sich um Originale.

Zum Findbuch

M 2 - Alliierte Militärtribunale, Nürnberger Nachfolge-Kriegsverbrecherprozess Nr. 8: SS-Rasse- und Siedlungshauptamt (RuSHA)

Der Prozess wurde vom Office of the US Chief of Counsel for War Crimes (OCCWC) als 8. so genannter Nürnberger Nachfolge-Kriegsverbrecherprozess auf den Weg gebracht und wurde vom 20. Oktober 1947 bis 17. Februar 1948 vor dem American Military Tribunal I, Court I verhandelt. Im Jahr 1948 hat der ITS einen kompletten Satz der bereits bei ihrer Entstehung vervielfältigten Akten vom Berlin Document Center übernommen. Sie umfassen 196 Verzeichnungseinheiten und stehen u.a. im Zusammenhang mit dem Lebensborn e.V. (s. Bestand NS 1).

Zum Findbuch

B 1 - Verwaltungsamt für innere Restitutionen

Die Aufgabe des Verwaltungsamtes für innere Restitutionen war die Rückgabe von Effekten an Inhaftierte der Nationalsozialisten und der Allierten. Effekten bezeichnen das persönliche Eigentum, das den Häftlingen bei der Inhaftierung abgenommen wurde. Die in diesem Findbuch beschriebenen Effekten waren der Behörde vorwiegend von der britischen Besatzungsmacht übergeben worden und zwischen 1962 und 1964 an den ITS übergegangen. Der Bestand enthält umfangreichen Schriftverkehr mit den Empfängern der zurückgegebenen Effekten. Bei dem Findbuch handelt es sich um das Ergebnis einer Neuerschließung. Verzeichnet sind darin 104 Archivalieneinheiten im Umfang von circa drei laufenden Metern.

Zum Findbuch

Unterlagen zu Todesmärschen (Spezialinventar)

In diesem sachthematischen Spezialinventar werden die Akten aus den Beständen des ITS zusammengefasst, die Auskunft über Todesmärsche aus deutschen Haftstätten in den letzten Kriegswochen geben. Ein großer Teil von darin verzeichneten Archivalieneinheiten wurden im Zuge der Erstellung des Inventars erstmals erschlossen. Das Inventar umfasst 370 Verzeichnungseinheiten.

Zum Findbuch

NInv - Nicht inventarisierte Erwerbungen

Dieses Findbuch beinhaltet überblicksartige Beschreibungen zu den nicht inventarisierten Erwerbungen des ITS aus den letzten Jahren bis 2015. Bereits im Jahr 2006 musste der ITS wegen der Digitalisierung und Datenabgabe den aktiven Dokumentenerwerb und die Inventarisierung bis auf Weiteres einstellen. Der Gesamtumfang des in diesem Findbuch in 462 Verzeichnungseinheiten beschriebenen Bestands umfasst in komplett ausgedruckter Form circa 3000 laufende Meter Schriftgut zu allen Bereichen des Sammlungsprofils des ITS. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Kopien von Unterlagen aus anderen Einrichtungen und Archiven.

Zum Findbuch

Findbuch Sammlung Westerbork

Das Findbuch beschreibt in 25 Verzeichnungseinheiten die kleine Sammlung, die im Archiv des ITS zum Durchgangslager Westerbork vorhanden ist. Über das Lager wurde vor allem Juden aus den Niederlanden in die Vernichtungslager deportiert. Zum Bestand zählen überwiegend Transportlisten und Verzeichnisse über Tote.

Zum Findbuch

Sachthematisches Inventar zu NS-Verfolgungsmaßnahmen in den Benelux-Staaten

Das Inventar beschreibt in 265 Verzeichnungseinheiten den Inhalt der Sammlung des ITS zu NS-Verfolgungsmaßnahmen in den Benelux-Staaten. Sie beinhaltet Unterlagen verschiedener Schriftgutbildner und aus unterschiedlichen sammlungsverwahrenden Institutionen (Archiven und Behördenregistraturen). Ziel der Verzeichnung war die Rekonstruktion der ursprünglichen Provenienzen, d.h. der schriftgutbildenden Stellen.

Zum Findbuch

0.4 - Kartei der „Sachdokumente“ der Sammlungsgruppe Inhaftierung und Verfolgung

Das Findbuch (48.056 Verzeichnungseinheiten) umfasst einen Teil (640 Ordner) der Sammlung Sachdokumente (insgesamt ca. 1.820 Ordner), vor allem zu den Inhaftierungsstätten des NS-Regimes. Die referenzierten Dokumente sind zwischen 1933 und 1979 entstanden und liegen nicht immer in deutscher Sprache vor. Das vorliegende deutschsprachige Findmittel wurde zwischen 1970 und 1982 vom ITS erstellt und zwischen 2014 und 2016 mit Unterstützung der DFG retrokonvertiert.

Zum Findbuch auf dem Portal EHRI