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Briefe gegen die Repatriierung

Bild zeigt Briefe, in denen DPs aus dem Camp „Ohio“ bei Hannover gegen ihre drohende Repatriierung protestierten.
Im Archiv des ITS liegen Briefe von mehr als 200 Personen aus einem DP-Camp bei Hannover vor, die 1945 gegen ihre drohende Repatriierung protestierten.

Mehr als 200 Displaced Persons (DPs) aus dem Camp „Ohio“ in Burgdorf bei Hannover protestierten im August und September 1945 gegen ihre bevorstehende Repatriierung in ihre jeweilige Heimat – nun allesamt sowjetisch besetzte Länder Osteuropas. Die Verfasser stammten mehrheitlich aus dem ehemals polnischen Teil der Westukraine, aber auch aus Polen, dem Baltikum, der Tschechoslowakei oder Rumänien. Sie waren Patrioten, Antikommunisten oder fürchteten den Vorwurf der Kollaboration mit den Deutschen. „Meine Rückkehr wäre nur möglich, wenn das Regime zur Demokratie wird, nicht nur auf dem Papier, sondern tatsächlich“, schrieb Mary Shik, die im Oktober 1944 im Alter von 51 Jahren von Krakau aus Richtung Westen geflohen war.

(3.1.1.2/81973310, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)