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Erschossen nach der Befreiung

Bild zeigt Nachkriegsdokument über den Tod eines Zwangsarbeiters, der nach der Befreiung ermordet wurde.
Eine Untersuchung über den Mord an einem Zwangsarbeiter nach der Befreiung kam zu dem Schluss, dass der Mann vermutlich von SS-Angehörigen getötet worden war.

Der landwirtschaftliche Zwangsarbeiter Josef Küstrin aus Jugoslawien wurde laut einem Dokument im Archiv des ITS „am 15. April 1945 wahrscheinlich von SS-Angehörigen im Walde“ bei Twiste in der Nähe von Bad Arolsen erschossen – also mehrere Tage nachdem die US-Armee das Gebiet bereits befreit hatte. Seine sterblichen Überreste wurden erst Monate später entdeckt. Seine Partnerin Antonia Ticar aus der Tschechoslowakei wurde im sieben Kilometer entfernten Nieder-Waroldern gefunden. Sie war am selben Tag ermordet worden. Die beiden hinterließen ein fünf Monate altes Kind – Schicksal unbekannt.

(2.1.1.1/70473843, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)