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Flucht vor weiteren Repressalien

Bild zeigt Unterstützungsantrag von Margarehte Haber aus dem Jahr 1950.
Unterstützungsantrag von Margarehte Haber aus dem Jahr 1950 an die International Refugee Organization (IRO).

Dass Repressalien und politische Verfolgung 1945 nicht in ganz Europa endeten, zeigen Schilderungen in den Anträgen auf finanzielle und materielle Unterstützung der Displaced Persons (DPs). In einem Unterstützungsantrag an die International Refugee Organization (IRO) aus dem Jahr 1950 schilderte Margarethe Haber ihr Leben in der Slowakei und ihre Angst vor der Verhaftung, weil sie in Verbindung zu westalliierten Stellen stand. Um der Verfolgung zu entgehen, ließ sie sich formal scheiden, heiratete einen Österreicher und erlangte so einen österreichischen Reisepass. In Wien angekommen, versuchte sie ihren „geschiedenen“ Ehemann ebenfalls nach Österreich zu holen, um die Familie wieder zu vereinen. Es gibt im Archiv keine Dokumente über ihr weiteres Schicksal.

(3.2.1.3/80644351, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)