a A

Frühe Zeitzeugenberichte für Forschungen

Bild zeigt den getippten Brief des KZ-Überlebenden Max Galassky mit seiner Unterschrift.
Max Galassky gab 1950 in einem Brief in knapper Form Auskunft über das Kovnoer Ghetto und zum Schicksal der Menschen dort.

Als Max Galassky im April 1950 folgenden Satz schrieb, lagen die Schrecken der Verfolgung erst wenige Jahre hinter ihm: „Besonders Wissenswertes über das K.-Lager, als was schon bekannt ist, kann ich nicht mehr schreiben, da ich mich nicht mehr daran erinnern möchte.“ Nachdem der aus Litauen stammende Jude das Ghetto Kovno überlebt hatte und weiter ins KZ Dachau deportiert worden war, wurde er von den Amerikanern befreit. Galassky hatte, wie rund 7.000 weitere Displaced Persons (DPs) oder deren Vertreter, einen Fragebogen des ITS erhalten, in dem nach bestimmten Lagern und Ghettos sowie den Todesmärschen gefragt wurde, um die damaligen Arbeiten an einem Verzeichnis der Orte von Verfolgung und Zwangsarbeit voranzubringen. Mehr als 1.000 Antworten Überlebender oder Organisationen trafen bis 1952 im ITS ein.

(1.1.7.0/87766218, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)