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Gerettet aus dem See

Bild zeigt Namenlisten der Aktion Bernhard. Die Wasserschäden der im Toplitzsee versenkten Dokumente sind erkennbar.
Listen mit den Namen der für die „Aktion Bernhard“ angestellten KZ-Häftlinge konnten aus dem Toplitzsee geborgen werden, wo sie mit anderen Beweisen versenkt worden waren.

Der Holocaust-Überlebende Felix Cytrin war einer der Häftlinge, der im KZ Sachenhausen von den Nationalsozialisten im Geldfälschungsprogramm „Aktion Bernhard“ eingesetzt wurde: Jüdische Häftlinge mussten ausländische Währungen in Milliardenhöhe fälschen. Dies sollte die Volkswirtschaften der Alliierten destabilisieren. Gegen Kriegsende wurden die Geräte, Unterlagen sowie Kisten mit Falschgeld im österreichischen Toplitzsee versenkt und erst Jahre später wieder gehoben. Zu den geretteten Unterlagen, die das Schicksal von Cytrin dokumentieren und sich heute im Archiv des ITS befinden, zählt eine Namensliste der Fälscher.

(1.1.38.1/4086068, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)