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„ … kann zu einem guten deutschen Menschen gemacht werden.“

Bild zeigt Dokument über die sogenannte Eindeutschung eines neunjährigen Jungen.
Dokument über die sogenannte Eindeutschung eines neunjährigen Jungen.

 Die „Eindeutschung“ von Kindern aus Ländern wie Polen oder der Tschechoslowakei ist eines der brutalen Verbrechen des „Rasse- und Siedlungshauptamts der SS“. Im ITS-Archiv gibt es einen Bestand von Unterlagen, zu denen die Bewertung von „Eindeutschungspotenzialen“ einzelner Kinder zählt. Ein Dokument vom 13. April 1944 beschreibt das „Verhalten“ und gibt eine „politische Beurteilung“ eines zehnjährigen Jungen. Wenn – wie in diesem Fall – einer „Eindeutschung“ zugestimmt wurde, sicherte dies zwar das Überleben der Kinder, doch wurden sie ihrer Familien und all ihrer Wurzeln beraubt. Sie kamen zur gewaltsamen „Umerziehung“ in Heime und dann in deutsche Familien. Wenn überhaupt, erfuhren sie erst Jahrzehnte später ihre wirkliche Geschichte.

(4.1.0/82447483, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)