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Pünktlichkeit im Dienst

Bild zeigt ein Schreiben des SS-Obersturmführers Lang von 1941 mit der Forderung nach Pünktlichkeit.
„Als Gradmesser für die Innere Haltung der Gefolgschaft“ forderte SS-Obersturmführer Lang von den Mitarbeitern der Heimaufnahme-Abteilung des Lebensborn e.V. 1941 mehr Pünktlichkeit.

„Pünktlichkeit im Dienst ist der sicherste Gradmesser für die innere Haltung der Gefolgschaft. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die Pünktlichkeit zum Dienstbeginn sehr zu wünschen übrig lässt“, heißt es in einem Umlaufschreiben des SS-Obersturmführers Lang am 26. Mai 1941 an die Heimaufnahme-Abteilung des Lebensborn e.V. Die ideologische Durchsetzung des Alltags in Nazi-Deutschland wird auch in diesem Dokument deutlich. Sogenannte Tugenden wie Pünktlichkeit in Einrichtungen des deutschen Staates, aber auch mit Blick auf Deportationen und andere Maßnahmen sollten die reibungslosen Abläufe garantieren. Der ITS verfügt mit insgesamt 529 Akten über einen Großteil der wenigen überlieferten Originaldokumente des Lebensborn-Vereins.

(4.1.0/82452827, ITS Digital Archive, Bad Arolsen)